Aktuelles

Alle Jahre wieder - Geschenktipps und Öffnungszeiten über die Festtage

Weihnachten kommt doch jedes Jahr wieder überraschend daher. Und so auch die Frage: Was schenke ich? Ganz einfach: Tickets, Kataloge oder eine Führung durch die aktuelle Schau im Oberhausener Gasometer! „Das zerbrechliche Paradies“ zelebriert die Schönheit der Natur und dokumentiert ihre Verletzlichkeit. Als Highlight präsentiert sich die monumentale Erdskulptur, die im 100 Meter hohen Raum zu schweben scheint und einen atemraubenden Blick auf unsere Heimat ermöglicht. Unser Tipp: Verschenken Sie Eintrittskarten an Ihre Liebsten – bei der großen Auswahl ist für jeden etwas dabei. Für 29 € etwa geht es in trauter Gemeinsamkeit mit der Familienkarte für jeweils 2 Erwachsene und bis zu 5 Kinder (im Alter von 6 bis 17 Jahren) in den Gasometer. Nach den vielen schönen Weihnachtstreffen mal wieder Zeit für sich allein genießen? Dann passt ein Einzelticket für 12 € (ermäßigt 9 €) oder gleich eine Dauerkarte für die gesamte Laufzeit der Ausstellung für nur 27 €. Übrigens: Kinder bis 5 Jahre haben freien Eintritt in „Das zerbrechliche Paradies“. Eine weitere begehrte Gabe unter dem Weihnachtsbaum ist sicherlich der informative und reich bebilderte Ausstellungskatalog für 19,95 €. Das hochwertige Buch ist in deutscher sowie englischer Sprache erhältlich und so beliebt, dass er gerade schon in der zweiten Auflage gedruckt wird. Für viel Freude bei den Beschenkten sorgt gewiss auch ein gemeinsamer Ausflug in den Oberhausener Gasometer inklusive einer der unterhaltsam geleiteten Rundgänge. So bieten die offenen Führungen an Sonn- und Feiertagen um 11 Uhr, 12 Uhr, 14.00 und 15 Uhr Uhr viele Zusatzinformationen und erläutern Zusammenhänge. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine individuelle Führung durch die Ausstellung zu buchen oder im eigenen Tempo mit dem Audioguide am Ohr die beeindruckenden Exponate zu erkunden. Alle Ticketvarianten können als Geschenke direkt an der Gasometer-Kasse sowie an den Touristeninformationen am Bahnhof und im Centro gekauft werden. Eine Auswahl ist ebenfalls über den Online-Ticketshop erhältlich. Hier geht es zum Online-Ticketshop

Da die offenen Führungen in ihrer Teilnehmerzahl begrenzt sind, empfiehlt sich eine Online-Buchung vorab. Hier geht es zur Online-Reservierung

Über die Weihnachtsfeiertage und in den NRW-Schulferienferien gelten gesonderte Öffnungszeiten:
Vom 26.12.2022 bis zum 30.12.2022 sowie vom 2.1.2023 bis zum 8.1.2022 ist die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
An den Weihnachtstagen am 24.12.2022 und am 25.12.2022 sowie an Silvester und Neujahr (31.12.2022 und 1.1.2023) bleibt der Oberhausener Gasometer geschlossen.

Gasometer verlängert „Das zerbrechliche Paradies“ bis zum 26. November des nächsten Jahres

Jetzt schon 700.000 Gäste! Die Zuschauerzahlen sind hoch, die Rückmeldungen durchweg positiv. Logische Konsequenz: Der Oberhausener Gasometer behält seine Türen zur spektakulären Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ bis zum 26.11.2023 geöffnet.

Die Schau nimmt die Besucherinnen also auch weiterhin mit auf eine bildgewaltige Reise durch Eis- und Wüstenwelten, hinauf auf Berge und hinab in Ozeane. Auf drei Etagen lässt die spannende Erkundungstour tief in die bewegte Klimageschichte unserer Erde eintauchen, unterstützt durch preisgekrönte Fotografien, atemraubende Filme und ausgewählte Exponate – darunter wertvolle Fossilien wie Dinosauriereier oder das Skelett eines rund 180 Millionen Jahre alten Krokodils. Und natürlich schwebt auch das Highlight, die monumentale Skulptur der Erde, weiter frei im 100 Meter hohen Raum des Gasometers.
Und genau unter diesem riesigen Globus standen in 2022 viele bekannte Persönlichkeiten, die im Gasometer zu Besuch waren: Die Aktivistin Luisa Neubauer veranstaltete hier mit Fridays for Future erstmals ein Jahresauftaktgespräch, Prof. Dr. Eckart von Hirschhausen führte Schüler
innen durch die Ausstellung und der ESA-Astronaut Alexander Gerst berichtete von seiner Mission an Bord des Raumschiffs Sojus sowie über den Alltag auf der ISS. Forschungsteilnehmerinnen des deutschen Expeditionsschiffs „Polarstern“ erzählten von ihren Erfahrungen am Nordpol, das ehemalige Mitglied des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, stellte die Frage, ob wir Klimaschutz mit hohem Wohlstand kombinieren können und der studierte Meteorologe Sven Plöger erläuterte den Zusammenhang von Dürre, Hitze, Starkregen und Hochwasserkatastrophen.
„Wir schauen äußerst zufrieden auf zwölf Monate voller schöner Erfahrungen zurück und freuen uns sehr auf ein weiteres Jahr mit dieser facettenreichen Ausstellung“, sagt Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH, „Insbesondere die steigende Dringlichkeit, sich mit unseren Themen wie Klimazerstörung, globalen Zusammenhängen oder der rasant fortschreitenden ökologischen Krise zu beschäftigen, macht „Das zerbrechliche Paradies“ mit jedem Tag aktueller.“

Verliebte Graumulle und ein Gedächtnis ohne Hirn - Science Slam im Gasometer Oberhausen

Wer dachte, Wissenschaft sei langweilig, konnte sich im Rahmen der Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ überraschen lassen. Gleich vier junge Forscher*innen erklärten beim Science Slam anschaulich wie auch unterhaltsam ihre aktuellen Projekte - und das alles direkt unter der gigantischen Erdkugel.

Lediglich elf Minuten hatten die Wissenschaftler*innen jeweils Zeit, um den aktuellen Stand ihrer Projekte aufzuzeigen. Der Physiker Daniel Meza erläuterte anhand von Familienbesuchen bei den mexikanischen Tanten seine Forschung zu Solarzellen und Bryan Nowack beschäftigte sich mit dem hervorragenden Gedächtnis von Pflanzen. Liebevoll kümmerte sich Patricia Hess um Fukomy, den pelzigen Verwandten des Nacktmulls, und um die Frage: Was genau passiert eigentlich, wenn sich unterschiedliche Arten dieser Nagetiere fortpflanzen? Eines war klar: Der putzige Graumull avancierte schnell zum Star des Abends.

Schon die Themenauswahl verrät es: Mit langweiligem Schulunterricht hatten die gestrigen Auftritte nichts gemein. Denn im Gasometer traten die Forscher*innen lebhaft und mitreißend in den kreativen Wettstreit um die Gunst des Publikums. Und das entschied dann auch per Punktvergabe, wer beim wilden Science Slam besonders überzeugte. Am Ende konnte Sophia Müllner, Doktorandin am Julius-Kühn-Institut, mit ihrem in Reimform vorgetragenen Beitrag „Wettrüsten im Weinbau“ den Sieg erringen.

Das bunte Infotainment-Programm fand nicht zufällig im Rahmen der Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ statt, sagt Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH: „Wissenschaft braucht eine Plattform und wir freuen uns, mit dem Gasometer Oberhausen, diese bereitstellen zu können. Unsere aktuelle Ausstellung zeigt sehr deutlich, dass wir die Wissenschaft brauchen, um unsere Erde zu retten“.

Aufsichten, Kassenkräfte, Schichtleitungen gesucht - jetzt bewerben!

Ein AHnd hält ein Schild mit dem Text: We are hiring. Im Hintergrund ist der unscharfe Gasometer zu sehen.
Montage/Foto: pixabay/Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH

Für den laufenden Ausstellungsbetrieb sucht die Gasometer Oberhausen GmbH

Werkstudenten/innen
als
Aufsichten/Kassenkräfte/Schichtleitungen.

Sie sorgen für den reibungslosen Ausstellungsablauf und sind während des Ausstellungsbetriebes als Ansprechpartner für unsere Besucher da.

Wenn Sie sich angesprochen fühlen und uns beim Gelingen der Ausstellung helfen wollen, dann senden Sie bitte per E-Mail kurzfristig Ihre Kurz-Bewerbung mit Lebenslauf an:

Gasometer Oberhausen GmbH
z.Hd. Herrn Thomas Jung
Arenastraße 11
46047 Oberhausen

Tel. +49 208 85037-37

jung@gasometer.de

Weitere Informationen zum Gasometer Oberhausen und den bisherigen Ausstellungen finden Sie unter hier auf dieser Webseite.

Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker im Gasometer

Am Mittwoch war das ehemalige Mitglied des Deutschen Bundestages zu Gast im Oberhausener Gasometer. In Anlehnung an die aktuelle Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ fragte Professor von Weizsäcker, ob wir Klimaschutz mit hohem Wohlstand kombinieren können.

Klima, Globalisierung und die Rolle der Politik standen im Mittelpunkt eines lebhaften Vortrags des studierten Physikers. Ganz klar: Die Klimakrise nötigt uns alle zum raschen Handeln, denn die bisherige Bilanz in Sachen Klimaschutz fällt ernüchternd aus. „Der Erwärmungstrend geht weiter gnadenlos nach oben“, berichtete der Umweltwissenschaftler, „Wir benötigen eine ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft und nicht das derzeitige Business-Model einer Wegwerfgesellschaft. Denn wenn der ökologische Sockel wegbricht, dann gibt es keinen Wohlstand.“

Für einen effektiven Umweltschutz, erklärte der ehemalige Ko-Präsident des Club of Rome dem interessiert lauschenden Publikum, brauche es eine Klimaweltpolitik: „Wir müssen ärmere Länder mit ins Boot holen und dabei helfen, die Reduzierung von Treibhausgas zu einem lohnenden Wirtschaftsziel zu machen“, ist sich Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker sicher. Gleichzeitig „ist es wichtig, dass wir uns auch selber erziehen und nicht mit dem Zeigefinger immer auf die anderen zeigen“.
Im Anschluss an den engagierten Vortrag, nahm sich das Gründungsmitglied des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie Zeit für einen regen Austausch mit den Gästen. Und wer wollte, konnte sich Professor von Weizsäcker danach auch noch in der Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ als (fast) lebensechtes Hologramm anschauen!

Weitere Veranstaltung

Für alle, die Professor von Weizsäckers Vortrag verpasst haben: Am 21. September erklären junge Wissenschaftler*innen beim Science Slam anschaulich, mitreißend und unterhaltsam aktuelle Forschungsprojekte. Hier werden Teilchenphysik, Molekularbiologie oder Linguistik zum faszinierenden Bühnenprogramm.
21. September 2022, Science Slam
Einlass ab 18:30 Uhr
Beginn um 19:30 Uhr
Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es Gelegenheit, die aktuelle Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ zu besuchen und die Panoramaaussicht mit Blick über das abendliche Ruhrgebiet zu genießen. Der Gasometer bleibt an den Abenden bis 23 Uhr geöffnet.
Eintrittskarten (20 Euro, ermäßigt 17 Euro) sind im Vorfeld an der Gasometer-Kasse oder hier im ONLINE-TICKET-SHOP erhältlich.

Bildnachweis: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH

Wetterexperte Sven Plöger begeistert im ausverkauften Gasometer

Bekannt ist der studierte Meteorologe durch seine zahlreichen Fernsehauftritte. Am Mittwoch berichtete Sven Plöger nun live im Oberhausener Gasometer vom Klimawandel.

Denn der findet jetzt und hier statt, wie auch die aktuelle Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ eindrücklich zeigt. Dürre, Hitze, Starkregen und Hochwasserkatastrophen nehmen zu, die Klimaveränderungen sind immer deutlicher spürbar. Als Wettermoderator und Meteorologe wird Sven Plöger damit jeden Tag konfrontiert: „Wasser nimmt eine Doppelrolle ein, es ist neben der Luft unser Lebenselixier und gleichzeitig eine Gefahr durch Starkregen oder Meeresspiegelanstieg“. Auch dadurch ist es das wichtigste Klimathema der kommenden Zeit.“

Seit über 20 Jahren steht der gebürtige Bonner vor der Kamera und beteiligt sich als kompetenter Experte an der aktuellen Klimadiskussion. Sein Wissen und persönliches Engagement vermittelte Sven Plöger unterhaltsam, aber stets eindringlich, denn „Wir müssen aufhören uns die Welt schönzureden. Wir müssen die Klimarealität anerkennen und endlich handeln“, ist sich der Meteorologe sicher.

Der faszinierende Abend, direkt unter der beeindruckenden Erdkugel, war gespickt mit wissenschaftlichen Fakten zur Attributionsforschung, dem menschlichen Fußabdruck und natürlich zum Temperaturanstieg. Im Anschluss an seinen Vortrag „Zieht euch warm an, es wird heiß“, beantwortete der Wetterexperte im entspannten persönlichen Gespräch noch zahlreiche Fragen zum globalen Wettersystem sowie dem Klimawandel.

Weitere Veranstaltung

Für alle, die Sven Plögers Vortrag verpasst haben: Am 24. August ist Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker zu Besuch im Gasometer und fragt in seinem Vortrag „Wie können wir guten Klimaschutz mit hohem Wohlstand kombinieren?“.
24. August, Beginn um 19:30 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr

Und im September erklären junge Wissenschaftler*innen beim Science Slam anschaulich, mitreißend und unterhaltsam aktuelle Forschungsprojekte. Hier werden Teilchenphysik, Molekularbiologie oder Linguistik zum faszinierenden Bühnenprogramm.
21. September, Beginn um 19:30 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr

Im Anschluss an die Veranstaltungen gibt es Gelegenheit, die aktuelle Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ zu besuchen und die Panoramaaussicht mit Blick über das abendliche Ruhrgebiet zu genießen. Der Gasometer bleibt an den Abenden bis 23 Uhr geöffnet.

Eintrittskarten (20 Euro, ermäßigt 17 Euro) sind im Vorfeld an der Gasometer-Kasse oder hier im ONLINE-TICKET-SHOP erhältlich.

„Das zerbrechliche Paradies“ hat die magische Marke von einer halben Million Besucher/innen geknackt

Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Abgebildete Personen von links nach rechts: Apostolos Tsalastras, Kulturdezernent der Stadt Oberhausen; Torsten und Susanne Frenkel; Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH; Nils Sparwasser, Abteilungsleiter am Earth Observation Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
Und das bedeutet, dass mittlerweile 500.000 Menschen die im Raum schwebende Erdkugel bestaunt, sich an den großformatigen Fotografien, Hologrammen und Exponaten erfreut und dabei auch viel Neues über ihren Heimatplaneten gelernt haben. Als die aus Velbert stammende Susanne Frenkel ihr Ticket kaufte, ahnte sie noch gar nichts von ihrem Glück. Am Donnerstag wollte sie, gemeinsam mit ihrem Mann Torsten, ganz entspannt die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ besuchen und war plötzlich die 500.000 Besucherin! Zu diesem besonderen Anlass wurde Frau Frenkel von Nils Sparwasser, Abteilungsleiter am Earth Observation Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, Apostolos Tsalastras, Kulturdezernent der Stadt Oberhausen sowie natürlich von der Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH, Jeanette Schmitz, mit einem großen Blumenstrauß persönlich begrüßt. Die überwältigenden Gästezahlen des beliebten Industriedenkmal sind auch der aktuellen Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ zu verdanken: „Unsere Schau nimmt mit auf eine Reise durch die Geschichte unseres Planeten, wie sie noch nie zu sehen war. Auf drei Etagen präsentieren wir in einem einmaligen Rundgang die unvergleichliche Schönheit unserer Welt, dokumentieren jedoch auch die Fragilität des Planeten. Denn der rasant fortschreitende Klimawandel betrifft uns alle und kommt in Form von Waldbränden, Flutkatastrophen und Hitzewellen immer näher.“ erklärt Jeanette Schmitz.

Preisträger des landesweiten Wettbewerbs für junge Big Band Komponist*innen

Übersichtsaufnahme des JJO NRW bei einem Auftritt auf einer Bühne vor dem Gasometer Oberhausen
Das Foto zeigt das JJO NRW bei der diesjährigen Extraschicht vor dem Gasometer.
Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Die Preisträger des landesweiten Wettbewerbs für junge Big Band Komponist*innen, den das JugendJazzOrchester NRW in Kooperation mit dem Gasometer Oberhausen ausgelobt hatte, stehen fest. Seit 1975 fördert das JugendJazzOrchester NRW (JJO NRW) junge Musiker*innen des Landes – in 2022 nun explizit auch junge Komponist*innen aus und in NRW. Aus diesem Anlass schrieb das Auswahlensemble in Kooperation mit dem Gasometer Oberhausen Anfang des Jahres einen Kompositionswettbewerb aus, mit dem Ziel, mehrere herausragende Kompositionen zu küren und in das eigene Programm aufzunehmen. Die aktuelle Gasometer-Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ bildete den thematischen Rahmen für die Komposition. Fakten, Bilder und die damit verbundenen Emotionen galt es im Rahmen des Wettbewerbs individuell in musikalischer Form verarbeiten. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die bewusst vielfältige Herangehensweisen der Teilnehmenden zuließ. In die Bewertung der eingereichten Stücke flossen sowohl die thematische Umsetzung als auch das Handwerkszeug, mit dem die Big Band-Kompositionen geschrieben wurden mit ein. Unter diesen vergab die Fachjury die folgenden Platzierungen:
Collage aus vier Portraitaufnahmen
von oben links nach unten rechts:
Jorik Berman (1. Platz, Foto: Marcel Gleitmann)
Nicklas John (2. Platz, Foto: Emiko Tamura)
Noah Reis-Ramma (3. Platz, Foto: Noah Reis-Ramma)
Felicitas Ammer (Sonderpreis, Foto: Sara-Florentine Milcent)

Platz 1: „The Messenger“ der Kölner Komponistin Jorik Bergman
Platz 2: „Ursus Maritimus“ des JJO NRW-Alumni Nicklas John
Platz 3: „A Floresta“ des Essener Pianisten Noah Reis-Ramma

Ein „Sonderpreis für besonders gelungenen Bezug zum Thema“ wurde an Felicitas Ammer und ihr unter die Haut gehendes Stück „How Dare You“ vergeben.
Mit den Platzierungen verbunden sind Preisgelder und Sachpreise, darunter eine professionelle Aufnahmesession in den Hansahausstudios Bonn und ein Videodreh im Gasometer.
Am 29. Oktober 2022 steht die Uraufführung der Werke beim Preisträger*innen-Konzert in der Jazzschmiede Düsseldorf auf dem Plan.

Personen auf dem Foto von oben links nach unten rechts:
Jorik Berman (1. Platz, Foto: Marcel Gleitmann)
Nicklas John (2. Platz, Foto: Emiko Tamura)
Noah Reis-Ramma (3. Platz, Foto: Noah Reis-Ramma)
Felicitas Ammer (Sonderpreis, Foto: Sara-Florentine Milcent)

Zelten unter der Erdkugel des Oberhausener Gasometers

Nachts allein im Museum: Die WDR 2 Aktion „Das Zelt“ ermöglichte einen spannenden Kurzurlaub in der Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“.

Holger aus Köln ist Ruhrgebiets-Fan und hatte sich ganz bewusst für die Übernachtung im Gasometer bei WDR 2 beworben. Und so freute sich der glückliche Gewinner sehr, mit seiner Frau und einem befreundeten Pärchen gemeinsame Zeit in der „Tonne“ verbringen zu können: „Unter der animierten Erdkugel zu stehen ist wirklich unglaublich“. Den glücklichen Gewinner erwartete jedoch nicht nur eine Nacht unter dem monumentalen Globus, sondern zum Einstieg auch eine exklusive Führung durch die aktuelle Schau. Diese dokumentiert die bewegte Klimageschichte unserer Heimat und begeisterte die Gäste, machte sie aber auch nachdenklich, wie Holger erzählte: „Die Ausstellung ist emotional schwierig zu beschreiben. Da muss man einfach rein“.

Im Anschluss ging es erst einmal zu Speis und Trank an den Grill. Gefolgt von einem weiteren einzigartigen Erlebnis: Sundowner-Drinks auf der über 100 Meter hohen Aussichtsplattform des Gasometers. Natürlich inklusive Panoramaaussicht mit spektakulärem Blick über das abendliche Ruhrgebiet. Zur Nachtruhe zog sich die Kölner Gruppe dann in das kuschelige Zelt auf der Manege, mitten im Gasometer, zurück. Die luxuriöse Campingherberge befand sich direkt unter der beleuchteten Erdkugel, auf deren Oberfläche Bergketten, Meere und Eisflächen im dunklen Gasometer zu schweben schienen. Wohlig ausgeschlafen erwartete die Kurzurlauber*innen das Frühstück auf der Terrasse des Gasometers. Eine absolut einmalige Erfahrung!

Ein Ticket, zwei Ausstellungen

Mit dem aktuellen Kombiticket kann neben der aktuellen Schau im Gasometer Oberhausen auch das Visiodrom in Wuppertal besucht werden.

„Das zerbrechliche Paradies“ im Oberhausener Gasometer

Großformatige Fotografien, der brasilianische Regenwald, Hologramme, original Exponate aus den vergangenen 180 Millionen Jahren und natürlich das absolute Highlight, die im 100 Meter hohen Luftraum schwebende Erdkugel erwarten die Besucher*innen in der aktuellen Schau in Oberhausen. Die höchste Ausstellungshalle Europas nimmt mit auf eine einmalige Reise durch die Geschichte unseres Heimatplaneten. Auf drei Etagen präsentiert „Das zerbrechliche Paradies“ die unvergleichliche Schönheit, aber auch die Fragilität unserer Welt.
In einem abwechslungsreichen Rundgang lassen sich unterschiedlichste Lebensformen von Blattschneiderameisen mit Superkräften bis zur Saiga-Antilope genauso entdecken wie Projekte zur Rettung unserer Umwelt. Zusätzlich beeindruckt „Das zerbrechliche Paradies“ mit modernster Technik: 3D-Brillen ermöglichen es, als knallbunter Pfeilgiftfrosch durch einen Nationalpark zu hüpfen, lebensechte Hologramme erklären klimatische Zusammenhänge und die monumentale Erdskulptur präsentiert vom Earth Observation Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gesammelte Satellitendaten. Wie ein Astronaut auf einer Apollo-Mission können die Gäste dann auf die Erde schauen und Wolken, Strömungen oder Meerestiefen verfolgen.

„Monet“ im Wuppertaler Visiodrom

„Monet – Rebell und Genie“ im Visiodrom ist ein immersives Erlebnis auf über 6.100 m² Projektionsfläche. Die Show sticht mit Details und den Arrangements berühmter Gemälde weit aus der Masse der üblichen immersiven Angebote hervor. Mit Respekt vor dem Werk des Vaters des Impressionismus einfühlsam speziell für die Räume des Visiodroms komponiert, erweckt „Monet – Rebell und Genie“ die meisterhaften Gemälde von Claude Monet zum Leben. Der Besucher reist auf den Spuren des Malers durch Frankreich und erlebt Monets größten malerischen Momente hautnah mit. Der Zuschauer ist mittendrin und komplett von der beeindruckenden 360°-Show umgeben. Die begleitende Ausstellung gibt zudem tiefe Einblicke in das stürmische Leben Monets und seiner Zeit.

Kombiticket

Das Kombiticket gilt für beide Ausstellungen im Gasometer und Visiodrom bis zum 30.12.2022 und kostet nur 19,50 Euro. Innerhalb des Zeitraums können Inhaber des Kombitickets ihren Besuch frei wählen.
Erhältlich ist das Kombiticket in Oberhausen an der Gasometer-Kasse sowie über den Online-Ticketshop. Auch in Wuppertal können Besucher*innen das Kombiticket an Kasse sowie über den Online-Ticketshop erhalten.

Weitere Infomationen: Der Online-Flyer zum Kombiticket als Download

Extraschicht

Am Wochenende war es soweit: Die Extraschicht führte im Lichterschein durch das Ruhrgebiet - natürlich auch zum Oberhausener Gasometer.

Zahlreiche Besucher/innen nutzten in der Nacht auf den 26. Juni die Möglichkeit vom über 100 Meter hohen Dach des Gasometers aus, den Sternenhimmel sowie die Panoramaaussicht auf das Umland zu genießen. Und auch die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ fand begeisterten Anklang bei den Gästen. Direkt unter der freischwebenden Erdkugel gab die Percussiongruppe „Beats and Noises“ den Ton an. Das Ensemble aus Köln bot mit dem satten Sound von Ölfässern, Besen und Autoteilen eine mitreißende Allround-Show.
Eine weitere Live-Performance gab es auf dem Außengelände der Oberhausener „Tonne“, denn dort unterlegte das JugendJazzOrchester NRW die entspannte Stimmung mit einer Mischung aus traditioneller und zeitgenössischer Musik. „Eine wirklich perfekte Nacht“, freut sich Jeanette Schmitz, die Geschäftsführerin des Gasometers, „die wieder einmal zeigt, wie wichtig ehemalige Industriebauten für unsere Region, aber auch über deren Grenzen hinaus, sind.“

Eis, Schnee und Kälte: Die größte Arktisexpedition aller Zeiten machte Halt im Oberhausener Gasometer

Vor ausverkauftem Haus entführten gleich drei Forschungsteilnehmerinnen an den Nordpol ˗ und das unter der monumentalen Erdkugel der aktuellen Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“.
Im September 2019 startete das deutsche Expeditionsschiff „Polarstern“ von Bremerhaven aus in die Kälte und Schwärze der Polarnacht, wo es an einer Eisscholle festfror. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse und auch persönlichen Erfahrungen die Forscher*innen aus einem Jahr im arktischen Ozean mitnahmen, davon berichteten die Meereisphysikerin Dr. Stefanie Arndt, die Fotografin Esther Horvath sowie die GEO-Reporterin Marlene Göring am Mittwochabend im Gasometer.

Und die Verbindung zur klimarelevanten Schau „Das zerbrechliche Paradies“ ist nicht schwer zu finden, wie Dr. Stefanie Arndt weiß: „Unser Wetter hat seinen Ursprung in der Arktis." Und das bedeutet nichts Gutes für das Weltklima, denn, so die Meereisphysikerin weiter, „Die Arktis ist das Epizentrum der globalen Erwärmung. Die Temperaturen dort steigen zwei- bis dreimal schneller als sonst irgendwo auf der Welt. Wir werden an den Punkt kommen, an dem es zumindest zeitweise kein Meereis mehr in der Arktis gibt."

Stürme, die das Forschungscamp verwüsteten, die ewige Finsternis im Winter und das brechende Eis unter den Füßen im Sommer. „Magisch waren die unfassbaren Farben, aber auch die dreieinhalb Monate Dunkelheit im Winter. Man fühlte sich wie in einer Schneekugel, die von einer perfekten Dunkelheit umgeben war.", berichtete Fotografin Esther Horvath, die im Gasometer ihre beeindruckenden Bilder der Expedition präsentierte und wie die Wissenschaftsjournalistin Marlene Göring die abenteuerliche Reise an den Nordpol begleitete.

Einen einmaligen Blick auf diese Veränderungen unseres Heimatplaneten ermöglicht auch die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ - hautnah, wissenschaftlich fundiert und emotional. Denn:

Das ewige Eis ist nicht mehr so ewig!

2002 Schüler besuchten die Gasometer-Lesungen

Von Räubern, Hexen und Formwandlern… Hohe Beteiligung an den Schülerlesungen im Gasometer

2002 Schüler besuchten die insgesamt sechs Lesungen, die der Gasometer Oberhausen in Kooperation mit dem Bildungsbüro der Stadt sowie der Stadtbibliothek veranstaltete. Der Schauspieler und Sprechkünstler Rainer Rudloff nahm die Zuhörer mit auf eine spannende Reise durch die Welt der Bücher.

Der „Vorleser“ Rainer Rudloff schlüpfte gekonnt in die unterschiedlichen Rollen und erweckte sie so für die Zuhörer zum Leben. Neben Astrid Lindgrens „Ronja Räubertochter“ und „Wildhexe“ von Lene Kaaberbøl stand noch „Woodwalkers“ von Katja Brandis auf dem Leseplan – und dies alles unter der im 100 Meter hohen Raum schwebenden Erdkugel der aktuellen Gasometer-Ausstellung.

Die drei Geschichten der diesjährigen Lesereihe beschäftigten sich mit der Frage nach der eigenen Identität, aber auch mit Lebensräumen und Artenvielfalt. So wie die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“, die durch großformatige Fotografien, lebensechte Hologramme, eine 3D-Reise in den Urwald und Exponate aus den vergangenen 180 Millionen Jahren die unvergleichliche Schönheit, aber auch die Fragilität unserer Welt aufzeigt. Direkt im Anschluss an die Lesungen absolvierten die Schulklassen eine Quiz-Rallye durch die Ausstellung.

Öffnungszeiten während der NRW-Sommerferien

Nicht nur während der Schulzeit, sondern auch in den Ferien lohnt ein Besuch der aktuellen Gasometer-Ausstellung. In den NRW-Ferien ist der Gasometer durchgehend – also auch montags – von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH

Komponisten gesucht

Das JugendJazzOrchester Nordrhein-Westfalen (JJO NRW) schreibt in Kooperation mit dem Gasometer Oberhausen erstmals einen Kompositionswettbewerb für junge Komponist/innen unter 30 Jahren aus. Die Bewerber/innen sollen sich mit dem Thema „Klimawandel und Umweltschutz“ auseinandersetzen und ihre Eindrücke und Erfahrungen in einer eigenen Komposition verarbeiten.

Das Leitungsteam des JJO NRW fungiert in dieser Ausschreibung als Jury und wählt drei Stücke aus, die die Gewinner während der Herbstarbeitsphase des JJO NRW vom 03. bis 07. Oktober 2022 in der Landesmusikakademie Heek vorstellen und mit der Band proben.

Als Gewinnprämie erwartet den oder die Erstplatzierte ein exklusiver Videodreh im Gasometer Oberhausen – direkt unter der gigantischen Erdkugel, dem Highlight der Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“. Die Komposition wird zudem durch das JJO NRW in den Hansahausstudios Bonn professionell eingespielt. Letzteres winkt auch dem oder der Zweitplatzierten. Zudem erhalten alle drei Gewinner ein Honorar und bestreiten gemeinsam ein Konzert in der Jazzschmiede Düsseldorf.

Bewerbungsschluss ist der 1. Juli 2022. Teilnahmebedingungen und Anforderungen unter:

http://www.jjonrw.de/kompositionswettbewerb-2022

Astronaut Alexander Gerst im Gasometer

„Fly me to the moon“ hat Astronaut Alexander Gerst zwar nicht gesungen, der ausverkaufte Gasometer ist aber dennoch beschwingt mit ihm ins Universum geflogen.

Die unendlichen Weiten des Weltalls beginnen direkt unter der im 100 Meter hohen Raum schwebenden Erdkugel der Schau „Das zerbrechliche Paradies“. Der perfekte Ort also, für einen Auftritt des bekannten ESA-Astronauten Alexander Gerst.

Und so begann Gerst seinen Vortrag "Über unsere Horizonte - warum wir den Weltraum erforschen" am 2. Juni mit den Worten: „Ich bin vom Gasometer begeistert, seit ich vor 12 Jahren das erste Mal hier in Oberhausen war.“ Nach diesem „Geständnis“ berichtete der studierte Geophysiker und Geowissenschaftler von seiner Mission an Bord des Raumschiffs Sojus und über den spannenden Alltag auf der ISS. Dabei ließ Alexander Gerst die begeisterten Zuschauer*innen an seinen persönlichen Erfahrungen als Astronaut teilhaben, ging aber auch auf die aktuellen Herausforderungen der Weltraumforschung ein.
Denn oftmals werden neue Technologien für die Erde erst einmal in der Schwerelosigkeit des Weltalls getestet. Neben der Erforschung von Klimawandel-resistenten Nutzpflanzen oder der Optimierung von Beton, kommt so dann auch ein Schmelzofen mit in das Raumschiff.
Mit satellitengestützter Erdbeobachtung beschäftigt sich Nils Sparwasser und zeichnet damit auch für die auf der Oberfläche der gigantischen Erdkugel präsentierten Daten verantwortlich. Sein Bericht über die Arbeit als Projektleiter beim Earth Observation Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt eröffnete den „Weltraumabend“. Und Sparwasser ist sich sicher: „Wissenschaft muss nicht trocken sein und der Gasometer ist eine absolut einzigartige Plattform, um das zu transportieren.“

Weitere Veranstaltung
Für alle, die Alexander Gerst verpasst haben: Am 24. August ist Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker zu Besuch im Gasometer und fragt in seinem Vortrag „Wie können wir guten Klimaschutz mit hohem Wohlstand kombinieren?“. Noch gibt es Eintrittskarten für die Veranstaltung:
24. August., Beginn um 19:30 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr
Eintritt 20 Euro, ermäßigt 17 Euro
Eintrittskarten sind im Vorfeld an der Gasometer-Kasse oder hier im ONLINE-TICKET-SHOP erhältlich.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit, die aktuelle Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ zu besuchen und die Panoramaaussicht mit Blick über das abendliche Ruhrgebiet zu genießen. Der Gasometer bleibt an diesem Abend bis 23 Uhr geöffnet.

Premiere der Schülerlesungen

Die Schülerlesungen im Gasometer Oberhausen feierten heute erfolgreich Premiere. Vor vollen Rängen gab der Schauspieler und Sprecher Rainer Rudloff „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren zum Besten. Mitreißend und spannend erzählt, mal laut, mal leise vorgetragen, erweckte Rainer Rudloff durch seinen ganz besonderen Stil die Helden der Geschichte, Ronja und Birk, zum Leben. Die rund 400 anwesenden Schüler der 4. Klassen waren mittendrin in der fantastischen Geschichte und hätten gerne noch weitergelesen.

Zwei weitere spannende #Lesungen für Schulklassen stehen noch auf dem Programm: Wildhexe von Lene Kaaberbøl, am 13. Juni 2022 und Woodwalkers von Katja Brandis am 20. Juni 2022, Start jeweils um 8:30 und um 11:30 Uhr. Bei allen Terminen sind noch Plätze frei. Interessierte Klassen melden sich bitte per Mail bei Frau Simone Schwering unter ausstellung@gasometer.de

Fotos: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH

Auf in die Gasometer-Schule mit Prof. Dr. Eckart von Hirschhausen!

Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH

Nein, Prof. Dr. Eckart von Hirschhausen hat nicht auf Lehramt umgeschult – aber als studierter Mediziner und Wissenschaftsjournalist hat er einen guten Einblick in das Zusammenspiel von Klimakrise und menschlicher Gesundheit.

Und genau mit diesem Fokus führte von Hirschhausen heute Oberstufenschüler*innen durch die aktuelle Ausstellung im Oberhausener Gasometer. Dabei sprach er in seiner entspannt offenen Art wichtige Themen wie weltweite Zusammenhänge, die Klimakrise und deren Auswirkungen auf den Menschen an. Dass er als Ort die aktuelle Schau „Das zerbrechliche Paradies“ gewählt hat, ist natürlich kein Zufall: „Wir brauchen Ausstellungen wie diese, die auf emotionaler Ebene die wissenschaftlichen Fakten vermitteln“, erklärt Prof. Dr. Eckart von Hirschhausen.

Eine solche Verbindung von Daten und Emotionen schafft der Gasometer mit eindringlichen Bildern, bewegenden Filmaufnahmen und – nicht zuletzt – anhand der im 100 Meter hohen Raum schwebenden gigantischen Erdkugel. Für Kinder und Jugendliche bietet „Das zerbrechliche Paradies“ sogar spezielle Führungen an. Zusätzlich plant von Hirschhausen, das im Rahmen seiner Besuche im Gasometer erstellte Material für die freie Nutzung im Schulunterricht aufzubereiten.

Und wir alle können aktiv zur Rettung unseres Planeten beitragen, ist sich Prof. Dr. Eckart von Hirschhausen sicher: „Jeder kennt jemanden der etwas bewegen kann. Es geht darum Teil der Lösung zu sein“. Er selbst hat im März 2020 seine Stiftung „Gesunde Erde – Gesunde Menschen“ gegründet. Sie veranschaulicht, welche massive gesundheitliche Gefahren die Klimakrise bringt, denn „Die Klimakrise ist die größte Gesundheitskrise der Menschheit“, so von Hirschhausen.

Impressionen vom evo-Familienfest

Vergangenen Samstag fand rund um den Gasometer der evo-Familientag statt. Neben Spiel und Spaß für die ganze Familie, informierte die Energieversorgung Oberhausen AG rund um die Themen Energiesparen, Solarenergie und E-Mobilität. Die aktuelle Gasometer Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ konnte besucht werden, und für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt – mit dem Fokus auf regionalen Produkten und Müllvermeidung.

Fotos: Dirk Böttger

Nachruf Prof. Klaus Ganser

Prof. Dr. Karl Ganser, der Gründervater des Oberhausener Gasometers, ist verstorben

In tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Prof. Dr. Karl Ganser, ohne den es heute den Gasometer in Oberhausen nicht mehr gäbe.
Seit seiner Stilllegung im Jahr 1988 stand der ehemalige Scheibengasbehälter ungenutzt und ungewollt auf einer Oberhausener Brache. Die Genehmigung zum Abriss des einst stolzen Bauwerks lag bei der Stadtverwaltung unterschriftsreif vor. Doch Karl Ganser, damals Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung (IBA), gehörte zu den Menschen die mehr sehen, die hinter Problemen Möglichkeiten erkennen und denen es nie an Fantasie und Wagemut fehlte.
Und so begann die Rettung des Gasometers mit einer verrückten Idee Gansers: Eine Ausstellung zur Geschichte des Ruhrgebiets, präsentiert in einem ehemaligen Industriebau. Damit rettete der Ruhrgebiets-Visionär den Gasometer nicht nur vor der Zerstörung, sondern hauchte ihm auch bis heute neues Leben ein. Die „hässliche Dose“ wurde im Rahmen der IBA für 16 Millionen D-Mark zu Europas höchster Ausstellungshalle umgebaut und öffnete mit der spektakulären Schau „Feuer und Flamme“ erstmals ihre Türen für Besucher*innen. Ein fulminanter Erfolg, auf den viele weitere folgten.
Nun ist Karl Ganser am 21. April im Alter von 84 Jahren in seinem Heimatort Breitenthal verstorben. Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin des Gasometers: „Ein wunderbarer Mensch und eine herausragende Persönlichkeit ist von uns gegangen. Karl Ganser war für mich ein steter Wegbegleiter und ein großes Vorbild. Sein wacher Verstand sowie seine Kreativität werden vermisst.“
Karl Ganser selbst sagte einst ganz bescheiden über den Erhalt der Industrie-Kathedrale Gasometer: „Das technische und konstruktive Meisterwerk der Gasspeicherung mit einer beweglichen Scheibe aus dem Jahre 1929, der Scheibengasometer, wurde nach seiner Ausmusterung Anfang der neunziger Jahre noch einmal zur Sensation. Das haben wir dem nordrhein-westfälischen Denkmalschutzgesetz zu verdanken und den Behörden, die über dieses Gesetz wachen.“
Doch eines ist gewiss: In der Hauptsache haben wir den Oberhausener Gasometer Prof. Dr. Karl Ganser, dem "Architekt des neuen Ruhrgebiets", zu verdanken!

EarthDay 2022

Erdskulptur im Gasometer. Foto Thomas Wolf
Juri Gagarin, Neil Armstrong und Sigmund Jähn kennen das erhabene Gefühl, auf den eigenen Planeten zu blicken. Diese faszinierende Ansicht ist auch in der Schau „Das zerbrechliche Paradies“ im Gasometer möglich – sogar ganz ohne Raumschiff.

Um das breite Spektrum des Umwelt- und Klimaschutzes in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und dauerhafte Veränderungen anzuregen, findet jährlich am 22. April in über 175 Ländern der Internationale Tag der Erde statt. Ein wichtiges Anliegen, welches sich auch in „Das zerbrechliche Paradies“ widerspiegelt, denn die aktuelle Ausstellung im Gasometer dokumentiert in eindringlichen Bildern die Folgen der Klimaerwärmung für unseren Planeten. Das Highlight, die im 100 Meter hohen Raum schwebende Erdkugel, präsentiert eine spektakuläre Reise durch Milliarden von Jahren, globale Zusammenhänge sowie die rasant fortschreitende ökologische Krise unserer Heimat.

Die dramatische Situation beschreibt auch der aktuelle Jahresbericht des EU-Klimawandeldienstes #Copernicus. Demnach war der vergangene Sommer aktuellen Klimadaten zufolge der wärmste in Europa seit Beginn der Aufzeichnungen. Direkte Folgen waren die Hitzewellen im Mittelmeerraum und die Überschwemmungen in Westeuropa mit alleine 180 Toten in Deutschland.

Insgesamt 13 Projektoren bespielen die 1.256 Quadratmeter große Oberfläche der Erdskulptur mit Visualisierungen von Bergketten, Meeren und Eisflächen, die als 3D-Modelle mit einer Auflösung von 72.000.000 Pixeln auf der Kugel erscheinen. In Form gehalten wird der rund 400 Kilogramm schwere Globus durch im Inneren liegende Seile und Luftdruck. Auf ihm können die Besucher*innen der Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ in brillanter Schärfe die spannende Verwandlung vom Urkontinent zum besiedelten Planeten miterleben.

Ermöglicht wird dies durch die Wissenschaft: Das Earth Observation Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat unzählige Datensätze zum Zustand unserer Erde gesammelt und analysiert. Professor Stefan Dech, Direktor am DLR, berichtet: „Unsere Welt ist ein hochkomplexes System: Alles ist seit Millionen von Jahren miteinander verwoben. Aber erst in den letzten fünf Jahrzehnten hat die Geschwindigkeit, mit der der Mensch die Erde verändert, ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht“. Diese rasante Entwicklung dokumentieren tausende Satelliten, die im All ständig unseren Heimatplaneten umkreisen und ihre Messwerte an Empfangsstationen auf der ganzen Welt senden.

So können Spurengase in der Atmosphäre und Schadstofffrachten verfolgt, Ernteprognosen erstellt und Ölverschmutzungen im Meer detektiert werden. Die Aufnahmen der Erdbeobachtungssatelliten fungieren auch als wertvolle Zeitdokumente für künftige Generationen und helfen, das komplexe Ökosystem unserer Erde zu verstehen – wissenschaftlich, aber auch emotional. Nils Sparwasser, Projektleiter beim DLR, dazu: „Für mich ist der Gasometer eine absolut einzigartige Plattform, um auch wissenschaftliche Themen an die Allgemeinheit zu bringen. Denn Wissenschaft ist nicht trocken, Wissenschaft kann schön sein, Wissenschaft ist begeisternd, und Wissenschaft ist vor allem für uns als Gesellschaft überlebensnotwendig. Und das wollen wir in dieser Ausstellung transportieren.“

Klasse! Unterrichtsbegleitendes Programm für Schulen

Die Schülerrallye als App. Foto Dirk Böttger

Spannende Lesungen, abwechslungsreiche Themenführungen und eine neue interaktive Schülerrallye per App – die aktuelle Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ bietet ein abwechslungsreiches Programm an unterrichtsbegleitenden Möglichkeiten.

In der aktuellen Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ gibt es für Schülerinnen und Schüler einiges zu den Themen Klimawandel, Artenvielfalt und Umweltschutz zu entdeckten. Als Leitfäden stehen für die Nachwuchsforscher zwei Schülerrallyes für die Klassen 1 bis 3 sowie 4 bis 6 bereit. Ausgerüstet mit Fragebögen geht es auf eine abenteuerliche Rätselreise durch die aktuelle Ausstellung – eine optimale Ergänzung zu den spannenden Schülerlesungen oder einer individuellen Themenführung.
Bisher konnten die Fragebögen lediglich von der Gasometer-Homepage heruntergeladen und ausgedruckt werden. Nun liegt die Schülerrallye für die Klassen 4 bis 6 auch in digitaler Form vor und kann mithilfe der App Biparcours auf einem Smartphone oder Tablet absolviert werden. Die digitale Lern-App wird von Schulen sowie von außerschulischen Lernorten in Nordrhein-Westfalen genutzt. Neben Fragen und Fakten zur Ausstellung bietet die App interaktive Elemente wie das Erstellen von kreativen Selfies oder lustiger Memes.

Die Anwendung ist denkbar einfach: Dazu lediglich die kostenlose Bildungs-App Biparcours aus dem jeweiligen App-Store des Smartphone/Tablet-Herstellers herunterladen und den QR-Code für die Rallye auf der Webseite des Gasometers einscannen – fertig.

Schülerralley-App-Inhalte
Weitere Informationen und Download: Schülerrallye 4.-6. Klasse für die App Biparcours

Oder den QR-Code Scannen.

Bei der digitalen Schülerrallye und bei der Lesereihe für Schüler*innen handelt es sich um eine Kooperation der Gasometer Oberhausen GmbH mit dem Bildungsbüro der Stadt Oberhausen sowie der Stadtbibliothek Oberhausen.

Das Wahrzeichen leuchtet wieder

Gerade erst hat der Oberhausener Gasometer sein königsblaues Krönchen zurückerhalten, da wird die neue Beleuchtung auch schon wieder ausgeschaltet. Dafür gibt es einen guten Grund: Am 26. März 2022 findet die Earth Hour statt und Wahrzeichen auf der ganzen Welt schalten dazu ihr Licht aus.
Lange war es trist und dunkel am Rhein-Herne-Kanal, doch nun erstrahlt das Oberhausener Wahrzeichen endlich wieder im traditionellen blau-goldenem Glanz. Doch was vertraut aussieht, ist komplett neu: Im Zuge seiner Sanierung erhielt das Industriedenkmal eine moderne, leistungseffizientere LED-Ausstattung, durch die der Energieverbrauch um 32 Prozent verringert werden konnte. Dabei bilden 78 Strahler die beiden oberen Lichtkränze und illuminieren den Treppenturm in „Königsblau“. Ergänzt werden diese durch 20 goldfarbene Leuchtmittel, die die Fassade von allen Seiten ins rechte Licht rücken. Pandemiebedingte Lieferprobleme verzögerten zunächst die Fertigstellung.
„Es war uns wichtig, mit der neuen LED-Beleuchtung nicht nur Energie einzusparen, sondern auch den alten charakteristischen Farbton zu treffen, den viele Oberhausener*innen traditionell mit ihrem Wahrzeichen verbinden“, erklärt Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH. „Insgesamt benötigten wir drei Lichttests, um die Farbtemperatur der Leuchten auf die sanierte und farblich veränderte Fassade des Gasometers abzustimmen.“
Diese neue Beleuchtung ist seit dem 24. März jeden Abend ab der Dämmerung zu sehen. Mit einer wichtigen Ausnahme: Am Samstag werden die Strahler um 20:30 Uhr für eine Stunde abgeschaltet.

Die „Stunde der Erde“
Sie ist die wohl größte friedliche Klimaschutzaktion des Planeten: Bei der vom WWF ins Leben gerufenen Earth Hour schalten Wahrzeichen auf der ganzen Welt das Licht aus. Am 26. März soll die Stunde der Erde dann auch ein gemeinsames Zeichen für Frieden in der Ukraine, in Europa und auf der ganzen Welt setzen.
Mit Blick auf die Klimakrise und unsere Abhängigkeit von fossilen Energien ist das Signal, das von der Earth Hour ausgeht, wichtiger denn je. Unsere Abhängigkeit von urzeitlichen Energien und die daraus entstehenden Folgen für Mensch und Natur dokumentiert die aktuelle Ausstellung im Gasometer Oberhausen. Im Kapitel „Fossile Brennstoffe“ sowie auf der im 100 Meter hohen Luftraum schwebenden Erdskulptur, auf die hochaufgelöste Sattelitendaten des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt projiziert werden, zeigt sich dies besonders deutlich. Doch „Das zerbrechliche Paradies“ vermittelt in beeindruckenden Fotos und Videos auch die Schönheit unseres Planeten und macht durch Umweltprojekte Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Klimabericht: Um das Klima steht es schlecht

Der aktuelle Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC) zu den Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur betont, wie wichtig die Verzahnung von Klima- und Naturschutz ist, und, dass nur noch wenig Zeit zum Handeln bleibt, um den Klimawandel zu mildern.
Laut Klimaabkommen streben die Länder der Welt an, die Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Dieses Niveau dürfte laut Weltklimarat in den kommenden 20 Jahren erreicht oder überschritten werden. Auswirkungen, wie die sogenannten Extremwetterereignisse zuletzt im Ahrtal, sind erste Auswirkungen des Klimawandels, die in Zukunft häufiger auftreten und dabei Milliarden Menschen betreffen werden. Laut Weltklimarat lag die globale Durchschnittstemperatur von 2010 bis 2019 aufgrund der von Menschen verursachten Treibhausgase rund 1,1 Grad höher als von 1850 bis 1900. Bereits bei einer Erwärmung des Klimas um 1,5 Grad besteht laut des IPCC-Berichts für 14 Prozent aller Arten an Land ein sehr hohes Risiko auszusterben.
Der Sachstandsbericht macht deutlich, dass es nur noch einen begrenzten Zeitraum gibt, in dem erfolgreiches Handeln auf den Weg gebracht werden kann. Dazu, so die Klimaexperten, sei ein massiver Rückgang des Treibhausgasausstoßes nötig. Genau diese Auswirkung des menschlichen Handels auf unserer Umwelt ist das zentrale Thema der aktuellen Gasometer-Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“. Anhand mehr als 200 preisgekrönter Fotografien, Dokumentarfilmsequenzen und urzeitlichen Exponaten wird die Klimageschichte der Erde anschaulich nacherzählt und auch der aktuelle Stand der Klimaentwicklung skizziert.

250.000 Gäste! Die aktuelle Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ hat die Viertelmillion geknackt

Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen
Der Gasometer Oberhausen kann sich freuen: Schon 250.000 Besucher/innen haben die im 100 Meter hohen Raum schwebende Erde, großformatige Fotografien, Hologramme und original Exponate aus den vergangenen 180 Millionen Jahren in der Schau „Das zerbrechliche Paradies“ in Oberhausen bestaunt.

„Unsere aktuelle Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ trifft den Nerv der Zeit und lockt bestimmt auch deshalb die Besucher/innen zahlreich in den Gasometer. Besonders gut angenommen werden dabei unsere multimedialen Angebote, wie etwa die 3D-Reise in den Nationalpark Tumucumaque in Brasilien oder die nahezu lebensechten Hologramme.“, freut sich Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH. „Ausgestattet mit modernster Technik bieten wir damit einen direkten und sehr spannenden Zugang zu klimarelevanten Informationen – nicht nur für Kinder.“

Seit dem 1. Oktober 2021 nimmt die höchste Ausstellungshalle Europas mit auf eine einmalige Reise durch die Geschichte unseres Planeten. Auf drei Etagen präsentiert „Das zerbrechliche Paradies“ in einem abwechslungsreichen Rundgang die unvergleichliche Schönheit, aber auch die Fragilität unserer Welt. Das Highlight ist dabei sicherlich die 20 Meter große Erdkugel, auf der sich in brillanter Schärfe vom Earth Observation Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gesammelte Satellitendaten präsentieren.

Zusätzlich hat der Gasometer Oberhausen ein spannendes Begleitprogramm zusammengestellt: Im Mai und Juni etwa können sich Schulklassen auf Wald, Räuber, Hexen und Formwandler freuen, wenn der Schauspieler und Sprechkünstler Rainer Rudloff aus mitreißender Kinderliteratur vorträgt:

• 30. Mai: Lesung für Schulklassen aus „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren
• 13. Juni: Lesung für Schulklassen aus „Wildhexe“ von Lene Kaaberbøl
• 20. Juni: Lesung für Schulklassen aus „Woodwalkers“ von Katja Brandis

Rosenmontag geöffnet

Für alle Jecken und Karnevalsverweigerer: Auch zur fünften Jahreszeit vom 24. Februar bis zum 1. März ist die Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ für Besucher/innen geöffnet. Ausnahmsweise dann sogar an einem Montag – dem Rosenmontag!
Die Ausstellung ist ansonsten dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 18 Uhr - an Feiertagen und in den NRW-Ferien auch montags - geöffnet. Tickets können über den neuen Online-Shop bestellt oder direkt vor Ort an der Tageskasse erworben werden. Der Preis für ein Erwachsenenticktet beträgt 11 Euro, ermäßigt 8 Euro. Familien (2 Erwachsene und max. 5 Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren) zahlen 27 Euro.

Klimagespräch von Fridays for Future

Personen von links nach rechts: Prof. Dr. Niklas Höhne - NewClimate Institute Köln, Luisa Neubauer - Fridays for Future Deutschland, Peter Donatus - Journalist und Aktivist und Linda Kastrup -Fridays for Future Oberhausen
Erstmals hat Fridays for Future heute die Form eines Jahresauftaktgesprächs gewählt, um sich zur aktuellen Klimalage zu äußern. Thema der Veranstaltung mit Luisa Neubauer und Linda Kastrup von Fridays for Future, Klimaexperte Prof. Dr. Niklas Höhne sowie dem Journalisten und Aktivisten Peter Donatus: “Intervention: Zerstörung stoppen - Greenwashing offenlegen”.

Die Schwerpunkte lagen dabei auf den Sektoren Mobilität und Energie. Ganz konkret zeigt sich die Gefahr der fortschreitenden Entwaldung am Beispiel des Sterkrader Waldes in Oberhausen – vermehrte Verdrängung von Natur für den Ausbau von Autobahnen. Fridays for Future fragt daher: Geht so Verkehrswende, Volker Wissing? Aber auch die wichtigen Klimathemen Taxonomie und Greenwashing standen im Fokus der Gespräche. Das gesamte Jahresauftaktgespräch als Streaming-Video: https://www.youtube.com/watch?v=UVTTCyP6XDc

Der Gasometer Oberhausen wurde als Ort nicht zufällig gewählt: Die aktuelle Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ im ehemaligen Scheibengasbehälter zeigt die Schönheit unseres Planeten – dokumentiert in eindringlichen Bildern aber auch die Folgen der Klimazerstörung, globale Zusammenhänge sowie die rasant fortschreitende ökologische Krise in Zeiten des Anthropozäns.

Die animierte Darstellung von schrumpfenden Eis-Polen, Schiffs- und Luftfahrtbewegungen sowie Lichtverschmutzung auf der im 100 Meter hohen Raum schwebenden Erdkugel führen eindrücklich vor Augen, womit sich die Bewohner dieser Erde jetzt zu befassen haben. Die an Aktualität kaum zu überbietende Ausstellung im Gasometer zeigt es klar und deutlich: wir müssen jetzt handeln.

Zu Luisa Neubauer:
Geboren 1996 in Hamburg, ist eine der Mitorganisatorinnen von Fridays for Future und in den Medien die prominenteste Vertreterin der deutschen Bewegung. 2018 lernte sie bei der UN-Klimakonferenz die schwedische Schülerin Greta Thunberg kennen und startete danach mit weiteren Aktivist*innen zusammen die Bewegung in Deutschland. Seitdem hat Luisa Neubauer diverse Staats-und Regierungschefs getroffen, an der Weltklimakonferenz in Madrid sowie in Glasgow und dem Weltwirtschaftsforum in Davos teilgenommen.

Zu Prof. Dr. Niklas Höhne:
Der anerkannte Wissenschaftler ist Experte für nationale und internationale Klimapolitik, einer der Gründer des NewClimate Institute sowie Professor an der Universität Wageningen. Am 7. Februar diesen Jahres ist sein “Corporate Climate Responsibility Monitor” erschienen, der die Netto-Null-Klimaversprechen von 25 der weltweit größten Unternehmen untersucht hat.

Emschergenossenschaft illuminiert den Gasometer

Die Renaturierung der Emscher ist ein Jahrhundertprojekt, das nun kurz vor dem Abschluss steht. Darauf weist die Emschergenossenschaft mit ihrer großflächigen Projektion und Illumination des Gasometer Oberhausen hin.

Der Treppenturm und das Dach des Oberhausener Wahrzeichens werden zunächst in dunklem Blau angeleuchtet, während auf der Centro-Seite eine Projektion zu sehen ist. Nach dem 23. Dezember wird das Motiv farblich variiert. Aber nicht nur auf der Außenhülle des Gasometers wird deutlich, dass „Die neue Emscher kommt“. Auch im Inneren des Industriedenkmals ist die Renaturierung der Emscher ein Thema. Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Das zerbrechliche Paradies“ wird der Wandel des Flusses von der „Köttelbecke“ zum artenreichen Biotop beschrieben.
Die Illumination des Gasometers ist noch bis zum 4. Januar von 16 bis 0 Uhr zu sehen.
Danach starten die Arbeiten an der neuen LED-Beleuchtung des Gasometers, die dann, ab dem Frühjahr, den Gasometer wieder im gewohnten Licht mit blauer Krone erstrahlen lässt.

Weitere Informationen zur Renaturierung der Emscher unter
www.eglv.de/emscher/

Das zerbrechliche Paradies - eine Ausstellung entsteht

Das zerbrechliche Paradies

Im Gasometer Oberhausen laufen die Vorbereitungen für die neue Ausstellung auf Hochtouren. „Das zerbrechliche Paradies“ nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch die bewegte Klimageschichte unserer Erde. Als Höhepunkt erwartet die Besucher eine gigantische Erdskulptur. Hochaufgelöste Projektionen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigen in beeindruckenden Bildern und Animationen die einmalige Schönheit unserer Erde. Die Besucher können so einen Blick auf ihren Heimatplaneten werfen, der sonst ausschließlich Astronauten vorbehalten ist.**

Bilder des Jahres 2020

Bilder des Jahres 2021