In den NRW-Herbstferien lädt der Gasometer Oberhausen junge BesucherInnen zu einer besonderen Entdeckungsreise durch die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“ ein.
Von Montag, 19. Oktober, bis Freitag, 23. Oktober 2026, sowie von Montag, 26. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober 2026, erwartet Kinder jeweils von 11 bis 15 Uhr ein abwechslungsreiches Stationsspiel entlang des Ausstellungsrundgangs.
Ausgestattet mit einer Laufkarte können die jungen ForscherInnen verschiedene Mitmach- und Wissensstationen erkunden. Dabei gibt es für 6 bis 14jährige jede Menge zu entdecken: An einer Fühlstation können unterschiedliche Materialien ertastet werden, Rätselfragen laden zum Knobeln ein und beim Blick durchs Mikroskop eröffnet sich eine ganz neue Perspektive auf die Welt des Waldes. Auch Stabheuschrecken können aus der Nähe betrachtet und angefasst werden. Auf der dritten Ebene des Gasometers erfahren die Kinder außerdem Spannendes über den Baum und seine Bedeutung.
Betreut wird das Ferienprogramm von den GästeführerInnen des Gasometers und den RangerInnen des RVR Ruhr Grün. Die Laufkarte ist für 2 Euro an der Kasse erhältlich. Wer alle Aufgaben erfolgreich löst, erhält am Ende als Belohnung eine Forscher-Medaille.
Zusätzlich bietet der Gasometer an den Herbstferien-Sonntagen, 18. Oktober, 25. Oktober und 1. November 2026, jeweils um 12.30 Uhr und 14 Uhr offene Kinderführungen an. Dabei können junge Besucher*innen gemeinsam mit Waldforscher Max die Ausstellung „Mythos Wald“ erkunden und das ein oder andere Experiment durchführen. Hier geht es zu den Führungen.
Das Ferienprogramm verbindet spielerisches Lernen mit unmittelbaren Erlebnissen und macht die Welt des Waldes im besonderen Ambiente des Gasometers für Kinder auf unterhaltsame Weise erfahrbar.
Der Mensch als Banane, ein runder Geburtstag und Walkacke
Die GEO-Chefredaktion Katharina Schmitz und Jürgen Schaefer begrüßten im voll besetzten Gasometer.
GEO-Chefredakteurin Katharina Schmitz (rechts) im Gespräch mit Wanda von Bremen und Nora Schwarz (mitte).
Dirk Steffens
Dirk Steffens
Dirk Steffens zeigte sich optimistisch.
Dirk Steffens
Dirk Steffens
Die GEO-Chefredaktion Katharina Schmitz (rechts) und Jürgen Schaefer mit Gasometer Geschäftsführerin Jeanette Schmitz (mitte)
GEO feierte sein 50-jähriges Bestehen im Gasometer Oberhausen
Die erste Ausgabe des beliebten Wissensmagazin erschien im Oktober 1976, was folgte sind mittlerweile fünf Jahrzehnte spannender Reportagen aus der ganzen Welt, spektakuläre Fotoaufnahmen, das Kindermagazin Geolino sowie eine schon seit 10 Jahren bestehende Partnerschaft mit dem Gasometer. Zum großen Jubiläum am 24. September lud GEO daher in die Oberhausener Industriekathedrale ein.
Direkt unter der Lichtkunstinstallation „Der Baum“ begrüßte Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH und Kuratorin der Ausstellung "Mythos Wald", die gut 450 Gäste. Darauf folgte eine kleine Einführung in den Abend durch die GEO-Chefredaktion und Naturjournalist Dirk Steffens berichtete von seinen Reisen und Erlebnissen, etwa bei den Dreharbeiten für das Doku-Format "Die große GEO-Story". In seinen munteren Erzählungen ging es dann um die rund fünfzigprozentige genetische Übereinstimmung zwischen Mensch und Banane oder der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass sich 80% der Männer für schlauer halten als sie sind. Aber es ging auch um die Wichtigkeit von Walen für unser Überleben, enthält deren Kot doch Nährstoffe wie Eisen und Stickstoff die das Wachstum von Phytoplankton fördern. Dieses wiederrum nimmt gigantische Mengen CO₂ aus der Atmosphäre auf und produziert so Sauerstoff. Deshalb: ein Hoch auf kackende Wale!
Zuvor hatte bereits GEO-Chefredakteurin Katharina Schmitz zusammen mit Wanda von Bremen und Nora Schwarz für ein spannendes Gespräch auf der Bühne platzgenommen. Die beiden Fotografinnen präsentierten eine Auswahl ihrer Bilder und berichteten von Projekten über unterseeische Kelpwälder in Patagonien und die borealen Nadelwälder im Norden Skandinaviens. Tipps der Profis: Offen sein für Neues, die jeweilige Sprache lernen und viele Akkus für die Kamera dabeihaben.
Übrigens: Dirk Steffens spricht auch unseren Audioguide zu „Mythos Wald“. Einfach zur Garderobe links vom Eingang gehen, den Audioguide für nur 3,50 Euro ausleihen und gemeinsam mit Dirk Steffens durch die Ausstellung spazieren.
Deutsche Waldtage im Gasometer
Deutsche Waldtage am Gasometer Foto: Anja Keienburg
Mythos Wald trifft Deutsche Waldtage
Ein Besuch – zwei außergewöhnliche Walderlebnisse: Vom 18. bis 20. September 2026 drehte sich rund um den Gasometer Oberhausen alles um den Wald. Während die Ausstellung „Mythos Wald“ im Inneren des Gasometers die Schönheit, Vielfalt und Faszination unserer Wälder eindrucksvoll inszeniert, lud das Außengelände bei herrlichem Sonnenschein zu einer besonderen Entdeckungsreise ein.
Anlässlich der Deutschen Waldtage veranstalteten der Landesbetrieb Wald und Holz NRW sowie RVR Ruhr Grün eine große Waldrunde mit fünf interaktiven Erlebnisstationen. FörsterInnen, ForstwirtInnen und RangerInnen gaben Einblicke in ihre Arbeit und zeigten, wie der Wald für die Zukunft fit gemacht werden kann.
Fünf Stationen. Fünf Erlebnisse. Ein Wald.
Wie entsteht der Wald von morgen?
Bei der Station zum Waldmanagement erfuhren BesucherInnen, wie bereits heute geplant wird, welche Baumarten mit zunehmender Trockenheit, Hitze und Stürmen besser zurechtkommen. Digitale Waldkarten, Planungshilfen und Praxisbeispiele machten sichtbar, wie der Wald Schritt für Schritt auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet wird.
Wie wächst eigentlich ein neuer Wald?
Von der Pflanzung kleiner Setzlinge bis zum klimastabilen Mischwald: Bei der Forstpraxis erlebten die Gäste, welche Arbeit hinter der Entstehung und Pflege neuer Wälder steckt. Moderne Arbeitsverfahren und spannende Einblicke in Berufe rund um den Wald zeigten, wie nachhaltige Waldbewirtschaftung funktioniert. Auch Kinder konnten aktiv werden und den Film „Klimaheld Wald“ entdecken.
Warum ist Holz ein echter Klimaheld?
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und begegnet uns überall in unserem Alltag. Die Station zeigte den Weg vom Baum zum fertigen Produkt und erklärte, warum Holz Kohlenstoff speichert und energieintensive Materialien ersetzen kann. Gleichzeitig wurde hier deutlich, wie wichtig eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder für die Zukunft des Rohstoffs ist.
Wer kümmert sich um den Wald?
RangerInnen berichteten aus ihrem Arbeitsalltag und zeigten, wie Naturschutz, Erholung und nachhaltige Nutzung miteinander verbunden werden können. Dabei ging es auch um die Frage, was jeder Einzelne zum Schutz des Waldes beitragen kann.
Wie gut kennen Sie den Wald wirklich?
An der Mitmachstation stand das eigene Entdecken im Mittelpunkt. Naturspiele, kleine Forschungsaufgaben und weitere Aktionen machten die faszinierende Welt des Waldes für Kinder, Familien und Erwachsene erlebbar.
Die große Waldrunde ergänzte die Ausstellung „Mythos Wald“ damit um eine praktische und interaktive Perspektive. BesucherInnen konnten mit der regulären Eintrittskarte den Wald zunächst im beeindruckenden Ambiente des Gasometers erleben und anschließend unter freiem Himmel mehr darüber erfahren, wie unsere Wälder heute bewirtschaftet, geschützt und für kommende Generationen erhalten werden.
Heimatpreis Oberhausen - Gewinnergala im Gasometer
Die Verleihung des Heimatpreises der Stadt Oberhausen im Gasometer.
Oberbürgermeister Thorsten Berg eröffnete den Abend.
Gasometer Geschäftsführerin Jeanette Schmitz hielt die Laudatio auf die Drittplatzierten: SingPause Oberhausen mit Klosterspatzen.
Bärbel Höhn hielt die Laudatio auf die Zweitplatzierten, den Förderverein der Zeche Alstaden Oberhausen e.V.
Apostolos Tsalastras, Erster Beigeordneter, Kämmerer und Kulturdezernent der Stadt Oberhausen hielt die Laudatio auf den erstplatzierten Preisträger des Heimatpreises: Oberhausen hilft e.V.
Der Sonderpreis der Sparkasse Oberhausen ging an die DLRG. Die Laudatio hielt Sparkassenvorstand Thomas Gäng.
Der Sonderpreis der Sparkasse Oberhausen, überreicht durch den Sparkassenvorstand Thomas Gäng (unten Mitte), ging an die DLRG.
Den zweiten Platz beim Heimatpreis erlangte der Förderverein der Zeche Alstaden Oberhausen e.V. Laudatorin war Bärbel Höhn (hintere Reihe Mitte).
Die Gewinner des Heimatpreises: Oberhausen hilft e.V. mit Laudator Apostolos Tsalastras.
Gruppenfoto aller ausgezeichneten Teilnehmer des Heimatpreises samt Laudatoren.
Oberbürgermeister Thorsten Berg ehrte am vergangenen Dienstagabend, 15. September, die Gewinner des diesjährigen Heimatpreises. Den mit 7.500 Euro dotierten Ersten Preis erhielt Oberhausen hilft e.V., der mit 5.000 Euro dotierte Zweite Preis ging an den Förderverein Zeche Alstaden und den mit 2.500 Euro dotierten Dritten Preis erhielt SingPause mit den Klosterspatzen. Zudem wurde der von der Stadtsparkasse Oberhausen gesponserte Heimat-Sonderpreis in Höhe von 2.000 Euro verliehen, der das besondere Engagement von und für junge Menschen würdigt. Er ging an die DLRG Bezirk Oberhausen e.V.. Insgesamt hat die Jury 32 Bewerbungen erhalten. Der Heimatpreis ist eine Initiative und ein Förderprogramm des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBD.NRW), um herausragendes ehrenamtliches Engagement und lokale Projekte vor Ort zu würdigen. Das städtische Kulturbüro organisiert die Verleihung und setzt zusammen mit der Jury das Programm vor Ort um.
Ökumenischer Gottesdienst im Gasometer
In einer außergewöhnlichen Atmosphäre haben zahlreiche Besucherinnen und Besucher am Sonntag, 6. September 2026, einen ökumenischen Gottesdienst im Oberhausener Gasometer gefeiert. Unter dem Titel „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist“ fand der Gottesdienst im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Mythos Wald“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Oberhausen (ACK).
Eine besonders eindrucksvolle Kulisse bot die Installation „Der Baum“, die den Gasometer in einen außergewöhnlichen Gottesdienstraum verwandelte. Die Verbindung von Ausstellung, Musik, Gebet und geistlichen Impulsen verlieh dem Gottesdienst eine ganz besondere Atmosphäre.
Superintendent und ACK-Vorsitzender Joachim Deterding bedankte sich bei der Gasometer Oberhausen GmbH dafür, dass die christlichen Kirchen Oberhausens erneut die Möglichkeit erhalten hatten, an diesem besonderen Ort gemeinsam Gottesdienst zu feiern.
Zugleich würdigte Deterding den ökumenischen Charakter der Veranstaltung: „Ich freue mich, dass so viele Menschen unterschiedlicher christlicher Konfessionen hier sind, um gemeinsam zu beten und zu singen.“
Der Titel des Gottesdienstes „Hast du erkannt, wie weit die Erde ist“ griff eine Frage aus dem biblischen Buch Hiob auf. Passend zur Ausstellung „Mythos Wald“ stand dabei das Verhältnis des Menschen zur Schöpfung im Mittelpunkt. Die Schönheit und Verletzlichkeit der Natur sowie die Verantwortung für ihren Erhalt wurden in verschiedenen Beiträgen des Gottesdienstes aufgegriffen.
Musikalisch führte Kreiskantor Danny Neumann durch die Veranstaltung und schaffte es, das Publikum aktiv in seine Musikbeiträge einzubeziehen. Im Anschluss an den Gottesdienst hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die faszinierende Ausstellung „Mythos Wald“ zu erleben und bei Sonnenuntergang vom Dach des Gasometers den beeindruckenden Panoramablick über das westliche Ruhrgebiet zu genießen.
Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz: „‚Mythos Wald‘ lädt dazu ein, die Natur mit neuen Augen zu betrachten und sich mit ihrer Schönheit und Verletzlichkeit auseinanderzusetzen. Dass dieser Gedanke beim Gottesdienst aufgegriffen wurde, hat uns besonders gefreut. Der Abend hat gezeigt, wie lebendig und bereichernd die Verbindung von Kultur, Spiritualität und gesellschaftlicher Verantwortung sein kann.“
Die große Resonanz und die besondere Atmosphäre machten den ökumenischen Gottesdienst für die ACK zu einem vollen Erfolg. Der Gasometer erwies sich dabei einmal mehr als außergewöhnlicher Ort, an dem Glaube, gesellschaftliche Fragen und die gemeinsame Verantwortung für die Schöpfung miteinander in Verbindung gebracht werden konnten.
Fotos: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Was Gänseblümchen und Butterblume für die Biodiversität tun – Jan Haft im Gasometer
Bei Gänseblümchen und Butterblume handelt es sich, anders als man auf den ersten Blick vermuten könnte, nicht um Pflanzen, sondern um zwei ausgewachsene Wasserbüffel, die auf dem Hof von Jan Haft für mehr Biodiversität sorgen.
Denn eine der zentralen Thesen von Haft lautet: Ein dichter Wald ist nicht automatisch ein artenreicher Wald. Unser historisch geprägtes Bild vom „gesunden Wald“ – viele hohe Bäume, ein dicht geschlossenes Kronendach, wenig freie Fläche – ist aus Sicht der Biodiversität problematisch. Die allermeisten Arten brauchen Licht und offene Strukturen.
Früher haben große, schwere Pflanzenfresser für diese lichten Verhältnisse im Wald gesorgt. Doch diese sind auf allen Kontinenten bis auf Afrika nahezu ausgerottet. Bei Haft übernehmen die Wasserbüffel diese Aufgabe. Sie sorgen dafür, dass das Grasland auch Grasland bleibt, in dem sie Gehölze zurückdrängen, offene Bereiche schaffen, den punktuell Boden öffnen und durch ihren Dung die Insektenbiomasse erhöhen.
Die meisten heimischen Kerbtiere, Blütenpflanzen, Vögel, Reptilien und sogar Moose und Pilze brauchen zum Leben Lichtungen, Waldränder und lockere Baumbestände. Haft plädiert deshalb für ein Mosaik aus dichtem Wald und offenen bzw. lichten Bereichen.
Solche Bereiche können auch durch Katastrophen entstehen, wie Sturm, Dürre, Feuer oder Borkenkäfer. Oder eben ganz sanft und positiv, durch Weidetiere. Dann können sich Pflanzen, Insekten und andere Tiere dauerhaft ansiedeln, die im dunklen, gleichförmigen Bestand kaum eine Chance hatten.
„Wir müssen verstehen, welche Prozesse Biodiversität erzeugen – und diese Prozesse gegebenenfalls ermöglichen.“ Jan Haft
Ist also der lichte Wald der Wald der Zukunft? Laut Haft lautet die Antwort: nein. Der Wald der Zukunft sollte nicht überall gleich aussehen. Die zentrale Frage lautet vielmehr: Was wollen wir eigentlich von einem Wald? Möglichst viel Holz bedeutet einen eher dichten Bestand. Möglichst viel Biodiversität bedeutet in der Regel Licht, offene Strukturen und unterschiedliche Artengemeinschaften. Klimaanpassung erfordert robuste, vielfältige und vielfach offene Wälder.
Es gibt also nicht den einen, perfekten Wald. Die optimale Gestaltung hängt davon ab, welches Ziel man verfolgt.
Haft setzt sich für lichte Wälder und die Waldweide auf einem kleinen Teil unserer Wälder ein. Diese müssen aber - wie in ursprünglicher, wilder Natur „gepflegt“ werden, durch große pflanzenfressende Tierarten wie Rinder, Pferde, oder die eingangs angesprochenen Wasserbüffel. Andernfalls entwickelt sich jedes Offenland mit der Zeit zu einem dichten Wald.
Damit steht das Konzept der Wilden Weide der noch immer weit verbreiteten Meinung von Naturschützern entgegen, deren Credo lautet: „Wir lassen den Wald einfach in Ruhe, dann wird er automatisch immer naturnäher.“
Hafts fundierter und unterhaltsamer Vortrag war gespickt mit zahlreichen Beispielen, Fotos und natürlich Filmausschnitten, die die schützenswerte Biodiversität unserer Umwelt anschaulich dokumentierten. Nach dem Vortrag bot eine Fragerunde noch die Möglichkeit, die eine oder andere Frage zu diskutieren.
Fotos: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Waldschutz als Beruf
Foto Regionalverband Ruhr
Wie das geht gilt es bei der Ausbildungswoche des Regionalverband Ruhr vom 18. bis 21. August am Gasometer Oberhausen zu erfahren. Täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr informieren hier Auszubildende von RVR Ruhr Grün über das Berufsbild Forstwirt*in und geben Einblicke in ihre abwechslungsreiche Arbeit.
Also: Einfach zum Pavillon „WaldRaum“ direkt am Gasometer kommen, Maschinen, Schutzausrüstungen sowie die Ausbildung aus nächster Nähe kennenlernen und sich auch gleich die spannende Ausstellung „Mythos Wald“ anschauen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, es ist lediglich der Eintritt zur Ausstellung „Mythos Wald“ zu entrichten: Tickets
Dominik Eulberg
Foto Gasometer Oberhausen GmbH
Biodiversitäts-Show
Weibliche Eisvögel lassen sich am Lippenstift erkennen. Nicht gewusst? Kein Problem, denn in seinem Vortrag im Gasometer am 4. August ging Dominik Eulberg auch auf solch hilfreiche Erkennungsmerkmale in der Tierwelt ein. Direkt unter der Lichtkunstinstallation „Der Baum“ lud der studierte Ökologe und international bekannte DJ zu einem Exkurs in die Wunderwelt der Natur vor unserer Haustür ein.
Bereichert wurde der informative Abend durch die Minimum Techno Tracks Eulbergs, deren Beats die Industriekathedrale erschallen ließen. Der gebürtige Westerwälder spielte in seiner multimedialen, audiovisuellen Show Vogelstimmen auf Synthesizern nach und veranschaulichte die überbordende Mannigfaltigkeit unserer Natur gemeinsam mit VJ Julius Greger.
Übrigens: Viele der tollen Naturaufnahmen in den Musikvideos von Dominik Eulberg stammen vom Dokumentarfilmer Jan Haft – und der ist am 26. August bei uns zu Besuch. Noch gibt es Tickets zu Jan Haft
Karsten Schwanke
Foto Gasometer Oberhausen GmbH
Wälder sind wichtig!
Und das auch aus der Sicht eines Meteorologen wie Karsten Schwanke. Wofür wir unsere Wälder so dringend brauchen, erläuterte der am Dienstagabend im ausverkauften Gasometer. Direkt unter der Lichtkunstinstallation „Der Baum“ machte Schwanke die ökologischen Wechselwirkungen zwischen Wald, Wetter und Klimawandel greifbar.
Wälder sind weit mehr als nur grüne Lungen der Erde: Sie beeinflussen das Wetter, regulieren den Wasserkreislauf und spielen eine zentrale Rolle im globalen Klimasystem. Gleichzeitig sind sie selbst stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Diesem spannenden Themenfeld widmete sich der Vortrag „Unser Wald – zwischen Wetter und Klimawandel“ von Karsten Schwanke am 21. Juli im Gasometer Oberhausen.
In seinem Vortrag beleuchtete Schwanke die komplexen Wechselwirkungen zwischen Wald und Wetter. Er zeigt auf, wie Wälder Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind beeinflussen, Wolkenbildung fördern und Wasser speichern. Gleichzeitig geht er der Frage nach, wie sich der Klimawandel auf Wälder in Deutschland und weltweit auswirkt und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.
Karsten Schwanke ist einem breiten Publikum als Moderator der Wettervorhersage in der ARD bekannt. Als erfahrener Wissenschaftsvermittler versteht er es, komplexe Zusammenhänge anschaulich und verständlich zu erklären.
Wir haben dem Wetterexperten fünf Fragen zum Themenkomplex Wald und Wetter gestellt:
• Welche Rolle spielen Wälder konkret für unser Wetter — zum Beispiel bei Temperatur, Regen und Wolkenbildung?
Gesunde Wälder speichern 90 Prozent des Regenwassers. Sie spielen also im Wasserkreislauf, vor allem bei der Speicherung des Wassers eine große Rolle. Damit fördern sie die Wolken- und Regenbildung (aufgrund der Verdunstung). Und nicht zuletzt kühlen Wälder aufgrund der Verdunstung ihre Umgebungsluft. Sie sind also ein ganz wichtiger Baustein im lokalen Klimasystem.
• Wie stark beeinflusst der Zustand unserer Wälder bereits heute das regionale Klima in Deutschland?
In den Dürrejahren 2018-2020 kamen die Wälder an ihre Belastungsgrenze. Die starke Austrocknung der Wälder verstärkt die Erwärmung der Luft. Der eigentlich kühlende Effekt der Wälder blieb aus.
• Welche Folgen des Klimawandels beobachten wir aktuell besonders deutlich in den Wäldern bei uns?
Die höheren Temperaturen und die damit verbundene stärkere Verdunstung und Austrocknung führen zur Schädigung bzw. zum Absterben von Bäumen. Die jährlichen Waldschadensberichte legen Zeugnis davon ab. Schädlinge wie der Borkenkäfer haben es einfacher, die geschwächten Bäume anzugreifen. Umgekehrt speichern die Wälder intensiveren Starkregen weniger gut als leichten Landregen.
Der Wasserhaushalt eines Waldes wird so gestört.
• Können gesunde Wälder helfen, Extremwetter wie Hitze, Dürre oder Starkregen abzumildern?
Definitiv. Vor allem aufgrund der Kühlungsleistung aufgrund der Verdunstung.
• Was müsste aus Ihrer Sicht passieren, damit Wälder künftig besser geschützt und gleichzeitig als Klimaschützer gestärkt werden?
Nach wie vor die wichtigste Maßnahme: Treibhausgasemissionen verringern, schneller als bisher. Und dann geht es um die Anpassung der Wälder an die klimatischen Veränderungen. Da gilt: Probieren, probieren, probieren! Gerade bei der Neugestaltung von Wäldern mit neuen Baumarten. Es liegt leider keine einfache Lösung auf dem Tisch. Bei der Wasserspeicherung helfen aber auch Regenmulden, die schnell und einfach mit einem Bagger im Wald angelegt werden können, um das Regenwasser im Wald zu speichern.
Wald und Holz
Ein lebendiges Klassenzimmer
Bei herrlichem Sommerwetter gehörte der Gasometer am 13. Juli ganz exklusiv 580 Kindern der dritten und vierten Klasse. „Wald und Holz NRW“ hatte in die Ausstellung „Mythos Wald“ eingeladen und auf dem Außengelände gab es an Mitmach-Stationen ganz viel über unsere Wälder zu lernen.
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Nach einer Begrüßung durch NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen unter der spektakulären Lichtinstallation „Der Baum“ konnten die Grundschulkinder Sommerski fahren, Wasser mit Schwämmen transportieren, Birkenscheiben sägen, mit einem sogenannten Brennpeter fantasievolle Bilder in Holzscheiben brennen oder Eicheln und Moos ertasten.
Rund 40 Förster*innen, Ranger*innen sowie Waldpädagog*innen standen den Schulkindern dabei stets zur Seite und beantworteten auch wichtige Fragen wie: Welche Tiere leben eigentlich im Wald, warum schützt der Wald unser Klima und wie entsteht der Wald der Zukunft?
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Wald und Holz Nordrhein-Westfalen gliedert sich in 15 Regionalforstämter und das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft. Eine landesweit flächendeckende Präsenz gewährleisten die Förster*innen in den Forstbetriebsbezirken (Revieren). Aufsichtsbehörde über den Landesbetrieb ist das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Peter Wohlleben
Die unsichtbaren Helfer des Waldes
Wenn von Wäldern die Rede ist, denken die meisten Menschen an Bäume, Tiere oder Pilze. Peter Wohlleben lenkte am vergangenen Mittwochabend im ausverkauften Gasometer den Blick dagegen auf eine oft übersehene Lebensgemeinschaft mit zweifelhaftem Ruf: die Bakterien. Seine zentrale These lautet, dass Wälder nur deshalb funktionieren, weil Milliarden von Mikroorganismen mit den Bäumen zusammenarbeiten – und damit sogar das Klima beeinflussen.
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Die Geschichte beginnt vor mehr als zwei Milliarden Jahren. Cyanobakterien entwickelten die sauerstoffbildende Fotosynthese und lösten damit die sogenannte Große Sauerstoffkatastrophe aus. Der damals entstehende Sauerstoff veränderte die Atmosphäre grundlegend und schuf die Voraussetzung für komplexes Leben. Diese Entwicklung gilt heute als wissenschaftlich gut belegt.
Wohlleben beschreibt Bakterien jedoch nicht nur als historische Wegbereiter des Lebens. Sie seien bis heute unverzichtbare Partner der Bäume. Im Boden versorgen sie Pflanzen mit Nährstoffen, schützen ihre Wurzeln vor Krankheitserregern und unterstützen sie bei Trockenstress. Tatsächlich zeigt die aktuelle Forschung, dass das Mikrobiom von Bäumen entscheidend zu ihrer Gesundheit und Widerstandskraft beiträgt. Wissenschaftler sprechen inzwischen vom Baum als „Holobionten“ – einer Lebensgemeinschaft aus Baum und seinen Mikroorganismen.
Besonders spannend war Wohllebens Darstellung des Wasserkreislaufs. Bestimmte Bakterien dienen als Kondensationskeime, an denen sich Wassertröpfchen und Eiskristalle bilden. Gemeinsam mit der Verdunstung der Wälder fördern sie die Wolkenbildung und damit den Niederschlag. Wälder wirken dadurch nicht nur als Kohlenstoffspeicher, sondern beeinflussen aktiv regionale Klimaprozesse. Auch wenn die genauen Zusammenhänge noch erforscht werden, gilt der Einfluss von Waldökosystemen auf den Wasserhaushalt inzwischen als bedeutender Baustein der Klimaforschung.
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
An einigen Stellen geht Wohlleben bewusst weiter als der wissenschaftliche Konsens. So diskutiert er, ob Bakterien über Formen von Lernen oder sogar Bewusstsein verfügen. Zwar können Mikroorganismen miteinander kommunizieren, Informationen austauschen und ihr Verhalten an Umweltbedingungen anpassen. Ob dies jedoch als Bewusstsein bezeichnet werden kann, bleibt unter Forschenden umstritten.
Die wichtigste Botschaft seines Vortrags bleibt dennoch bestehen: Wer Wälder schützen will, muss weit mehr im Blick haben als nur die Bäume. Unter jedem Schritt verbirgt sich eine kaum sichtbare Welt aus Milliarden Mikroorganismen, die Nährstoffe bereitstellt, Krankheiten bekämpft, Wasserkreisläufe stabilisiert und den Wald widerstandsfähiger gegen den Klimawandel macht. Ohne diese kleinen Helfer gäbe es den Wald, wie wir ihn kennen, vermutlich nicht.
Nach dem informativen und kurzweiligen Vortrag hatte das Publikum noch die Möglichkeit viele der im angesprochenen Themen anhand von Ausstellungsexponaten in „Mythos Wald“ aus einem weiteren Blickwinkel zu erfahren. Zudem lockte noch der abendliche Rundblick vom Dach des Gasometers über das westliche Ruhrgebiet.
Von Mikroorganismen zu globalen Zusammenhängen
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Wohllebens wichtigste Botschaft lautet: Ein gesunder Wald regeneriert sich am besten ohne menschliche Eingriffe. Er schlägt deshalb vor, mindestens 20 Prozent der deutschen Wälder vollständig unter Schutz zu stellen. Diese Flächen sollten dauerhaft aus der Nutzung genommen werden und sich zu echten Naturwäldern entwickeln können. Die übrigen Wälder könnten weiterhin genutzt werden – allerdings deutlich schonender als heute.
Deutschland hat sich im Rahmen internationaler Biodiversitätsziele vorgenommen, bis 2030 insgesamt 30 Prozent seiner Landfläche unter Schutz zu stellen. Nach Angaben Wohllebens stehen derzeit jedoch lediglich rund 0,6 Prozent der Wälder unter einem strengen Schutzstatus (Stand 2023). Daraus leitet er eine klare Forderung ab: Jetzt ist die Zeit zum Handeln. Weltweit werde die Bedeutung intakter Wälder zunehmend erkannt. Selbst in Ländern, in denen man dies auf den ersten Blick kaum erwarten würde – etwa in Kamerun oder China –, würden groß angelegte Aufforstungs- und Waldschutzprogramme umgesetzt. Dabei komme es nicht nur darauf an, dass aufgeforstet werde, sondern vor allem womit. Die Auswahl standortgerechter und heimischer Baumarten sei entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Wälder.
Fichten- und Kiefernplantagen betrachtet Wohlleben als besonders anfällig für Hitze, Trockenheit und Schädlinge. Stattdessen setzt er auf artenreiche Mischwälder mit heimischen Baumarten wie Buche, Eiche, Ahorn oder Weißtanne. Solche Wälder speichern mehr Wasser, kühlen ihre Umgebung stärker und gelten insgesamt als widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels. Laut Wohlleben brauchen wir keine Bäume aus anderen klimatisch wärmeren Regionen wie Douglasie oder Kalabrische Kiefern, die heimischen Baumarten haben das Potential den Wandel zu schaffen.
Für Wohlleben ist der Waldboden das eigentliche Herz des Waldes. Schwere Forstmaschinen verdichten den Boden, zerstören Pilznetzwerke und schädigen Mikroorganismen, die für das Funktionieren des Ökosystems unverzichtbar sind. Deshalb plädiert er für bodenschonende Bewirtschaftungsmethoden und deutlich weniger Eingriffe.
Damit schließt sich der Kreis zu seiner zentralen These, mit der der Vortrag beginnt: Ein gesunder Wald ist ein funktionierendes Ökosystem – und ein solches Ökosystem besitzt die Fähigkeit, sich weitgehend selbst zu regenerieren.
Entspannte Extraschicht am Gasometer
"Mottek" spielte mit Klassikern aus Rock und Pop groß auf.
Musikalisches Begleitprogramm mit "Mottek".
Gitarrenrock mit "Mottek".
Auch die obligatorische Currywurst durfte natürlich, neben anderen kulinarischen Highlights, nicht fehlen.
Industriekultur entspannt genießen: Die Extraschicht 2026 am Gasometer.
Zahlreiche Liegestühle luden im Außenbereich zum Verweilen ein.
Die Emscherspatzen gaben das Oberhausen-Lied zum Besten.
Ein Rundgang durch die Ausstellung gehörte für viele Besucher zum Höhepunkt des Abends.
Rund um den historischen Riesenhirschen flanieren die Besucher der Extraschicht durch den Gasometer.
Die Führungen durch den Gasometer waren stark nachgefragt.
Fragen der Besucher/innen wurden bei den kostenlosen Führungen kompetent und kurzweilig beantwortet.
Stille Momente in der Ausstellung an den Hörsäulen von GEO.
Eine von zahlreichen Führungen durch den Gasometer.
Neugieriges Staunen unter der Lichtinstallation "Der Baum".
Der Gasometer Oberhausen war am vergangenen Samstag ein Spielort der diesjährigen ExtraSchicht und durfte zahlreiche Besucherinnen und Besucher begrüßen. Bei sommerlicher Atmosphäre herrschte den ganzen Abend über eine entspannte und gelassene Stimmung. Besonders gefragt waren die kostenfreien Führungen durch die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“, die auf großes Interesse stießen und viele spannende Einblicke rund um das vielschichtige Thema boten. Auch kulinarisch war bestens für das Wohl der Gäste gesorgt: Leckere Speisen von der traditionellen Currywurst bis hin zum französischen Crêpes sowie ein Eiswagen und eine Cocktailbar sorgten für die passende Erfrischung. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band Mottek, die mit ihrer Live-Musik zur besonderen Atmosphäre des Abends beitrug und die ExtraSchicht im Gasometer zu einem rundum gelungenen Erlebnis machte. Die Galerie zeigt einige Impressionen des Abends.
Fotos: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen
Rund 2.000 Schülerinnen und Schüler bei den Lesungen im Gasometer
Mit den Lesungen für die 6. Klassen ging heute die diesjährige Veranstaltungsreihe der Schülerlesungen im Gasometer Oberhausen rund um die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“ zu Ende. Zum Abschluss nahm Schauspieler und Sprechkünstler Rainer Rudloff die Schülerinnen und Schüler mit auf eine spannende Reise durch den Abenteuerklassiker „Allein in der Wildnis“ von Gary Paulsen.
Insgesamt besuchten rund 2.000 Schülerinnen und Schüler die sechs Lesungen – jeweils zwei für die Jahrgangsstufen 4, 5 und 6. Die jüngsten Gäste erlebten mit „Akasia Wood“ von Elliott Pine eine magische Geschichte über den Wald. Die 5. Klassen tauchten mit „Der Hobbit“ von J. R. R. Tolkien in fantastische Welten voller Hobbits, Zwerge und Zauberer ein.
Auch im kommenden Jahr werden die beliebten Schülerlesungen fortgesetzt. Interessierte Lehrkräfte können sich bereits jetzt für den Newsletter „Schule vor Ort“ registrieren und werden frühzeitig über neue Termine und Angebote informiert.
Am heutigen Montag (15.06.2036) wurde es im Gasometer Oberhausen gleich zweimal besonders lebendig: Um 8:30 Uhr und um 11:30 Uhr waren Schulklassen der Jahrgangsstufe 4 zu einer Lesung aus dem Buch „Akasia Wood“ von Elliott Pine eingeladen. Unter der beeindruckenden magischen Baum-Installation der aktuellen Gasometer-Ausstellung „Mythos Wald“ nahm Schauspieler und Sprechkünstler Rainer Rudloff die Kinder mit in die Welt der zwölfjährigen Akasia.
Akasia ist zunächst alles andere als begeistert, als ihre Eltern mit ihr in die Provinz ziehen. Doch im riesigen Park neben ihrem neuen Zuhause entdeckt sie eine besondere Gabe: In den Baumwipfeln bewegt sie sich so schnell und geschickt wie ein Grauhörnchen – ihre Tierfreundin. Bald erfährt sie, dass es noch andere wie sie gibt. Um Wächterin des Waldes zu werden und den Wald zu retten, muss Akasia sich einer magischen Prüfung stellen.
Mit seiner lebendigen Darstellung brachte Rainer Rudloff die Geschichte eindrucksvoll zum Klingen. Die rund 45-minütigen Lesungen sorgten für Spannung und Staunen bei den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern. Denn Rainer Rudloff liest nicht nur vor, er erweckt die Charaktere in Akasias Welt zum Leben. Dabei sitzt der Schauspieler nicht still, sondern geht ins Publikum, klettert auf Podeste und versteckt sich auch schon mal. Und das alles unter der gewaltigen 35 Meter hohen Skulptur „Der Baum“, die im Anschluss an die Lesung ebenfalls für Staunen sorgte. Die verschiedenen illuminierten Szenen im Lebenszyklus des Baumes wurden von den Schülerinnen und Schülern mit Applaus bedacht, bevor es anschließend auf eine spannende Forscherrallye durch die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“ ging.
Für die kommenden beiden Lesungen „Der Hobbit“ (J. R. R. Tolkien) für 5. Klassen am 22.06.2026 und „Allein in der Wildnis“ (Gary Paulsen) für 6. Klassen am 29.06.2026 können sich noch interessierte Schulklassen über diesen Link anmelden.
Die Ausstellung „Mythos Wald“ im Gasometer bildete den würdigen Rahmen für den Abendempfang des Städtetags NRW.
Oberhausener Oberbürgermeister Thorsten Berg bei der Begrüßung der geladenen Gäste.
Oberhausener Oberbürgermeister Thorsten Berg
Marc Herter, Vorsitzender des NRW Städterats
Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin des Gasometer Oberhausen
Der 35 Meter hohe Baum ganz klein.
Viele Delegierten des Städtetages nutzten den Abend zum gegenseitigen Austausch.
Minister Oliver Krischer im Gespräch mit Jeanette Schmitz.
Die Delegierten nutzen die Abendveranstaltung im Gasometer zum Netzwerken.
Der diesjährige Städtetag NRW gastierte auf Einladung der Stadt Oberhausen am gestrigen Abend im Gasometer. Über 550 geladene Gäste, darunter Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, wurden von Oberhausens Oberbürgermeister Thorsten Berg und dem Vorsitzenden des NRW-Städtetags, Marc Herter, Oberbürgermeister von Hamm, begrüßt.
Anschließend gab die Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz eine kurze Einführung in die Geschichte des „Giganten am Kanal“ und Einblicke in die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“. Als Höhepunkt wurde das spektakuläre Ausstellungshighlight „Der Baum“ illuminiert.
Im Anschluss konnten die Delegierten des Städtetages mit oder ohne Führung durch die Ausstellung flanieren und netzwerken.
100.000 Besucher feiern die aktuelle Ausstellung im Gasometer Oberhausen
Großer Erfolg für den Gasometer Oberhausen: Die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“ hat die Marke von 100.000 Besucherinnen und Besuchern geknackt. Seit der Eröffnung Ende März zieht die multimediale Ausstellung Menschen aus der ganzen Region und darüber hinaus an – und die Begeisterung ist deutlich spürbar.
„Mythos Wald“ bietet spannende Einblicke, überraschende Perspektiven und lädt zum Staunen ein. Insbesondere die magische Lichtinstallation „Der Baum“ im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers zieht viele Besucher in ihren Bann.
Viele Gäste zeigen sich zudem von den großformatigen, vielfach international ausgezeichneten Fotografien und den wertvollen Exponaten des leihgebenden König-Museums, des LWL-Naturkundemuseums Münster sowie des Ruhrmuseums tief beeindruckt. Neben den vielschichtigen optischen Eindrücken bietet der Akustikraum eine ganz besondere Klangreise um die Welt. Die Zuhörer reisen mit dem Sonnenaufgang einmal rund um den Globus und werden „Ohrenzeugen“ der magischen Momente, wenn die Sonne die Wälder aufweckt.
Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten das Thema Wald zu erkunden: Der Audioguide, gesprochen von Dirk Steffens, das interaktive Exponat „Der lebendige Wald“ von esri und die Hörsäulen mit informativen Podcasts von GEO sind nur einige weitere Beispiele. Vor dem Gasometer wartet noch der „Wald der Zukunft“ der Internationalen Gartenausstellung IGA oder der Waldraum des RVR mit seinen naturnahen Angeboten auf die Besucher*innen. „Mythos Wald“ ist für alle Altersgruppen geeignet – egal ob Familien, Schulklassen oder Einzelbesucher.
Auch das Team des Gasometers freut sich über den großen Zuspruch. „Die 100.000er-Marke ist für uns ein toller Meilenstein“, heißt es von Jeanette Schmitz, Kuratorin und Geschäftsführerin des Gasometers. „Es zeigt, dass unser Aussstellungskonzept ankommt und die Menschen bewegt.“ Wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat, kann dies in den kommenden Maiwochen auch an den Feiertagen nachholen
Der Gasometer ist an allen Feiertagen im Mai geöffnet. Dazu zählen der Tag der Arbeit am 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstsonntag und Pfingstmontag. Perfekt also für einen Ausflug mit Familie oder Freunden.
Oberhausen ist aktuell der Treffpunkt der internationalen Tourismusbranche
Zahlreiche Tourismus-Experten aus mehr als 40 Ländern besuchen derzeit Oberhausen im Rahmen einer Fachtagung – dem „Germany Travel Mart“ (GTM). Gemeinsam mit der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) richtet die Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung (#OWT) den Marktplatz („Mart“) für Touristiker aus. Als Teil des Programms besuchten Touristiker und Fachjournalisten den Gasometer. Dort erkundeten die Reiseprofis mit den fachkundigen Gasometer-Gästeführerinnen und Gästeführern den „Mythos Wald“ mit seinem atemberaubenden Highlight „Der Baum“. Auch vom Blick vom Gasometerdach über das westliche Ruhrgebiet zeigten sich die internationalen Fachleute tief beeindruckt.
Fotos: Mari Zagoeva, Gasometer Oberhausen GmbH
Gasometer Oberhausen und RVR Ruhr Grün starten mit waldpädagogischem Angebot
Der Eigenbetrieb Ruhr Grün des Regionalverbandes Ruhr (RVR) bietet im Begleitprogramm der Ausstellung "Mythos Wald" zwei waldpädagogische Lernangebote für Schulklassen und Kindergruppen an. Die Kurse finden mehrmals pro Woche im eigens am Gasometer errichteten RVR-Pavillon „WaldRaum“ und im Freien statt.
Schüler/innen bis Jahrgangsstufe sechs können „Auf den Spuren von Wanja Wildschwein“ wandeln. Spielerisch lernen die Mini-Rangerinnen und -Ranger die Tiere und ihren Lebensraum kennen. Bewegung, Beobachtung und Ausprobieren stehen im Mittelpunkt des rund 45-minütigen Programms.
Das Angebot „WaldRaum“: Lebensraum verstehen, Zukunft gestalten" richtet sich an Schülerinnen und Schüler von der sechsten Klasse bis zum Berufskolleg. Es vermittelt praxisnah die vielfältigen Funktionen des Waldes als Klimaschützer, Lebensraum und Wirtschaftsfaktor. Themen wie Biodiversität, Ökosystemleistungen und nachhaltige Holznutzung werden altersgerecht aufbereitet.
Der Pavillon steht darüber hinaus allen Interessierten offen, die den Wald im Ruhrgebiet mit seinen zahlreichen Funktionen als Naturraum und Erholungsort kennenlernen wollen. Dort gibt es auch viele Ausflugs- und Freizeittipps sowie Einblicke in die Berufswelt bei RVR Ruhr Grün.
Planet Ozean geht, Mythos Wald kommt - unser Tagebuch
Jeanette Schmitz, Gasometer-Geschäftsführerin und Kuratorin von "Mythos Wald", begrüßt im Gasometer die 750 geladenen Gäste der Vernissage.
Das Team um Jeanette Schmitz, das "Mythos Wald" realisiert hat.
Staatssekretär Daniel Sieveke
Garrelt Duin, Regionaldirektor des Regionalverbands Ruhr
Die Lichtskulptur "Der Baum" begeistert die anwesenden Premierengäste.
Oberhausens Oberbürgermeister Thorsten Berg
Am vergangenen Donnerstag war es dann soweit: Mit der Vernissage eröffnete die neue Gasometer-Ausstellung. Kuratorin und Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz, Staatssekretär Daniel Sieveke, Oberhausens Oberbürgermeister Thorsten Berg und der Regionaldirektor des Regionalverbands Ruhr Garrelt Duin stimmten die rund 750 geladenen Gäste auf den „Mythos Wald“ ein. Zwischen faszinierenden Fotos, beeindruckenden Exponaten sowie stimmungsvollen Klang- und Lichtinszenierungen wurde der Wald in all seinen Facetten erlebbar.
Fotos: Carsten Walden
Jeanette Schmitz (links) mit Prof. Dr. Mariella Herberstein, Stellvertretende Generaldirektorin Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels und Leiterin des Zentrums für Taxonomie und Morphologie
Jeanette Schmitz (links) mit Katja Diemer, Head of Charities - Postcode Lotterie
Jeanette Schmitz (rechts) mit Diana Schniedermeier, Geschäftsführerin Oceans21 g GmbH
Jeanette Schmitz (links) mit Bernd Weißner, Chief Marketing Officer
Esri Deutschland GmbH und Annika Schindler, Head of Marketing Brand & Campaigns
Esri Deutschland GmbH
Jeanette Schmitz (links) mit Dr. Heide Naderer, Landesvorsitzende Naturschutzbund Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.
Jeanette Schmitz (links) mit Carsten Uhlenbrock, Betriebsleiter RVR Ruhr Grün
Jeanette Schmitz (links) mit Hanspeter Faas, Sprecher der Geschäftsführung der
IGA 2027 Ruhrgebiet gGmbH
Bevor die neue Gasometer-Ausstellung am Freitag offiziell öffnet, konnten am gestrigen Mittwoch Medienvertreter/innen einen ersten Blick auf „Mythos Wald“ werfen. Über 50 Journalist/innen von TV, Radio, Web und Print begaben sich mit Kuratorin Jeanette Schmitz auf eine Erlebnisreise durch die Wälder und Urwälder unserer Erde. Zudem präsentierten die Partner der Ausstellung ihre spannenden Projekte, die im Rahmen der Ausstellung gezeigt werden.
Vorbereitung des Klangraums für das Projekt "Global Sunrise". Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Für Lichteffekte werden spezielle Leuchten montiert und eingerichtet. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Die Beleuchtung wirkt im Wechselspiel mit speziellen Deckenelementen. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Die fertige Deckenmontage erstrahlt im kühlen Blau, kann aber auch kräftiges Orange. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Chris Watson (links) und Tony Myatt. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Chris Watson (rechts) gemeinsam mit dem Soundartisten Tony Myatt. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Theresa Baumgartner, Chris Watson und Tony Myatt. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Chris Watson beim Soundcheck. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Im vom OCEANS21 konzipierten Klangraum folgen die Besucherinnen und Besucher dem Sonnenaufgang rund um die Welt. Dieser hört sich im Müritz-Nationalpark anders an als in Belize oder in den Zedernwäldern Japans.
Die sinnliche Akustikreise durch die morgendlich erwachenden Wälder auf fünf Kontinenten inszeniert der weltbekannte Spezialist für Naturklangaufnahmen Chris Watson gemeinsam mit dem Soundartisten Tony Myatt.
Auch im Inneren des Klangraums waren Theresa Baumgartner, Verena Bachl und Karsten Schuhl unter der Leitung von OCEANS21 am Werk. Die Besucherinnen und Besucher dürfen sich also ab dem 20. März nicht nur auf ein akustisches, sondern auch auf ein optisches Highlight freuen.
Der Klangraum von außen im Rohbau. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Ein frisches Grau bildet die Basis für die Lichtinstallation. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Abformungen von Apfelbaum, Eiche, Birke und Buche werden auf der grauen Wand angebracht. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
LEDs illuminieren schließlich die Abformungen. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Einige Testläufe sind notwendig bis die Lichtstimmung passt. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Man nehme: eine graue Wand, ein kreatives künstlerisches Konzept, Abformungen von Apfelbaum, Eiche, Birke und Buche sowie eine stimmungsvolle Hinterleuchtung – und fertig ist das äußere Erscheinungsbild des eigens für den Gasometer von OCEANS21 entwickelten Klangraums „Global Sunrise“.
Dafür verantwortlich zeichnen Theresa Baumgartner, Verena Bachl und Karsten Schuhl. Ein paar Testläufe sind noch notwendig, bis die endgültigen Lichteinstellungen gefunden sind, doch erste Versuche sehen bereits vielversprechend aus.
Die ersten großformatigen Bilder der neuen Ausstellung "Mythos Wald" treffen ein. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Es sieht ein wenig aus wie "Malen nach Zahlen". Jedes Foto hat je nach Thema seinen zugewiesenen Platz. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
An Ort und Stelle positioniert, warten die großformatigen Bilder darauf ausgepackt, aufgehängt und ausgeleuchtet zu werden. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Die Hängung der rund 160 Bilder erfolgt mit Hilfe mehrerer Scherenarbeitsbühnen. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Beim Auspacken werden die Bilder auf Transportschäden geprüft. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Und auch dieses Bild findet per Transportwagen zu seinem vorgesehenen Platz. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
LKW reiht sich an LKW und neben den zahlreichen Leihgaben aus verschiedenen Museen befinden sich in dem einen oder anderen Kastenwagen auch die mit Spannung erwarteten großformatigen Bilder. Diese sind ein ganz zentraler Bestandteil der kommenden Ausstellung „Mythos Wald“ und wurden vom Kuratorenteam um Jeanette Schmitz sorgfältig ausgewählt. Unter den fotografischen Werken finden sich Arbeiten zahlreicher international ausgezeichneter Naturfotografen.
Doch bevor die Bilder die Besucherinnen und Besucher der kommenden Ausstellung „Mythos Wald“ in ihren Bann schlagen können, ist zunächst Handarbeit gefragt. Rund 160 Großformate müssen entladen und gemäß Plan auf der 7.000 m² großen Ausstellungsfläche verteilt werden. Anschließend folgt – noch vor der Hängung – der spannendste Moment: wenn die ersten Hüllen fallen und im Licht der Taschenlampen ein erster Qualitätscheck durchgeführt wird. Nach der Hängung wird schließlich die Beleuchtung eingerichtet. Mehr als 350 Strahler sorgen für die richtige Ausleuchtung. Diese sind jedoch noch nicht alle installiert, und auch die nächste Bildanlieferung wird bereits mit Spannung erwartet.
Industriekletterer montieren die beiden Megaposter am Gasometer. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Jedes Megaposter besteht aus 12 Einzelteilen, jedes misst 14 x 9 Meter. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Die Industriekletterer brauchen rund zwei Tage, um das alte Poster ab- und das neue Megaposter aufzuhängen.
Die letzte Reihe wird sturmsicher an der Gasometerfassade angebracht. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Zweidrittel sind geschafft, fehlt noch die untere Reihe. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Von der Centro-Seite her schaut es schonmal gut aus. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Und auch von der anderen Seite zum Kanal hin ist das Megaposter montiert. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Noch rund zwei Wochen, dann eröffnet im Gasometer die neue Ausstellung „Mythos Wald“. Während im Inneren schon seit Wochen auf Hochtouren gearbeitet wird, sind nun auch außen die unübersehbaren Vorboten angebracht: zwei riesige Ausstellungsposter machen Lust auf mehr.
Die beiden Megaposter zur Ausstellung „Mythos Wald“ sind jeweils knapp 1.500 Quadratmeter groß und wurden aus insgesamt 24 Einzelteilen zusammengesetzt. Dafür ist das Team von Höhenhandwerk um den Industriekletterer Peter Peilert verantwortlich. In luftigen Höhen wurden die einzelnen Elemente montiert und sturmsicher befestigt.
Abbau des Riesenhirsches im Museum Koenig Bonn. Foto: Alexandra Hostert, Museum Koenig Bonn
Ankunft am Gasometer - der Riesenhirsch kommt in mehreren Teilen. Foto: Thomas Wolf, Gasometer Oberhausen
Das Geweih des Riesenhirsches misst fast drei Meter. Foto: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen
Per Gabelstapler geht es in den Gasometer. Foto: Thomas Wolf, Gasometer Oberhausen
Der Korpus des Riesenhirsches wird aus der Transportkiste herausgezogen. Foto: Thomas Wolf, Gasometer Oberhausen
Der Kopf muss vor Ort auf den Korpus montiert werden. Foto: Thomas Wolf, Gasometer Oberhausen
Es bildet das Empfangskomitee der kommenden Ausstellung „Mythos Wald“: ein seltenes Riesenhirschskelett mit einem gewaltigen, fast drei Meter langen Geweih. Vor rund 7.000 Jahren streifte er durch die Wälder der Eiszeit, später schmückte er rund 100 Jahre lang gemeinsam mit einem weiblichen Pendant das Foyer des Museums König in Bonn. Dort wurde er Anfang Januar vorsichtig zerlegt und zusammen mit weiteren Leihgaben des Museums per Spezialtransport nach Oberhausen gebracht, wo er anschließend wieder sorgsam zusammengesetzt wurde. Nun ist er der Blickfang im Eingangsbereich für Besucherinnen und Besucher, die ab dem 20. März die neue Ausstellung besuchen.
Kein Weihnachtsbaum
Mit bunten Kugeln, Lametta und einer Lichterkette wird er zwar nicht ausgestattet, aber passend zu Weihnachten erhält "Der Baum" seine strahlenden Lichter. Die haben jedoch nichts mit dem christlichen Fest zu tun, sondern symbolisieren später das komplexe System aus Leitungsbahnen eines jeden Baumes.
Der Baum
Unser Baum entwickelt sich prächtig. Man kann der imposanten Kunstinstallation wortwörtlich beim Wachsen zusehen. Allerdings in umgekehrter Reihenfolge, denn als Erstes wird der Ring für die spätere Krone zusammengesetzt, gefolgt vom ausladenden Stamm. Und so wächst das glanzvolle Werk in den kommenden Wochen weiter und weiter in den Luftraum des Gasometers.
Verantwortlich für "Der Baum" zeichnen die Pioniere der Medienkunst, Ars Electronica Solutions aus Österreich. Und die haben auch schon "Die Welle" für "Planet Ozean" entwickelt.
Besenrein
Kaum eine Woche nach Ende der erfolgreichen Ausstellung „Planet Ozean“ ist der Abbau fast abgeschlossen — innen wie außen. Selbst das Megaposter mit unserem Hai ist bereits recycelt. Ab jetzt übernimmt das Aufbau-Team.
Abschiedsschmerz und Neuanfang
Ein wenig Wehmut ist schon dabei, wenn die Scheinwerfer ausgehen, Exponate verpackt und die Bilder abgehängt werden. Doch auf den Trennungsschmerz folgt der Zauber des Neuanfangs, wenn in den nächsten Wochen „Mythos Wald“ in den Gasometer einzieht.
Nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung
Mit einem leisen Quietschen schließt sich die gewaltige Stahltür des Gasometers. Dann herrscht Stille. Es ist der 30. November 2025, 18:01 Uhr und die letzten BesucherInnen haben das Gebäude verlassen. Sie gehören zu den insgesamt 1.522.191 Gästen, die sich die beeindruckende Ausstellung „Planet Ozean“ in den letzten 20 Monaten angesehen haben. Eine gigantische Zahl, ein überwältigender Erfolg!
Nun aber heißt es Abschied nehmen. Ein letzter Blick auf die großformatigen Bilder, eine letzte Umarmung mit Buckelwal Willi, eine letztes Mal unter der Welle verweilen, eine letzte Reise in die Klangwelten der Meere, denn bereits morgen früh wird hier nichts mehr so sein wie vorher.
„Mythos Wald“ - Neue Ausstellung im Oberhausener Gasometer
Elefanten in Palmölplantage - Foto: Aaron Bertie Gekoski
Kunstinstallation "Der Baum" von Ars Electronica Solutions
Dem Heulen der Wölfe folgen, einem Braunbären auf die Pelle rücken oder in den Wurzeln eines Riesenbaumes verweilen: Ab dem 20. März 2026 lässt die neue Ausstellung „Mythos Wald“ die faszinierende Vielfalt unserer bewaldeten Landschaften und ihrer rätselhaften Bewohner*innen im Gasometer lebendig werden.
Wald im Wandel
„Mythos Wald“ ermöglicht einen intensiven Blick auf die Wälder unserer Erde – emotional, überraschend, mitreißend, erläuternd und stets wissenschaftlich fundiert. In unterschiedlichen Ausstellungskapiteln zeigt der Gasometer Waldgebiete von Brasilien über den Kongo bis nach Europa und widmet sich dabei der einzigartigen Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch den indigenen Völkern, deren Habitat im Wald immer kleiner wird. Denn natürlich dokumentiert die Schau auch die dramatischen Folgen der Vernichtung des überlebenswichtigen Ökosystems durch Brandrodung und Landwirtschaft, etwa mit der wissenschaftsbasierten Vermittlung durch Esri (Environmental Systems Research Institute).
Foto Solvin Zankl
„Auch mit unserer neuen Ausstellung wollen wir ein Bewusstsein für den Zustand unseres Heimatplaneten schaffen, komplexe Themen greifbar machen und zur gesellschaftlichen Debatte anregen“, sagt Jeanette Schmitz, Kuratorin von „Mythos Wald“ und Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH.
Tief im Wald
Anhand von preisgekrönten Bildern, Filmsequenzen und Original-Exponaten bietet „Mythos Wald“ neben dem aufklärerischen Ansatz gleich mehrere spektakuläre Höhepunkte, so etwa die eigens für den Gasometer entwickelte Klang- und Lichtinstallation „Global Sunrise“ von Oceans21. Die sinnliche Reise durch die morgendlich erwachenden Wälder auf fünf Kontinenten inszeniert der weltbekannte Spezialist für Naturklangaufnahmen Chris Watson gemeinsam mit Soundartist Tony Myatt sowie die visuellen Künstler*innen Theresa Baumgartner, Verena Bachl und Karsten Schuhl.
Der Baum
Ars Electronica Solutions: left
Als Pionier der Medienkunst zeichnet Ars Electronica Solutions aus Österreich auch bei der neuen Ausstellung wieder für den dramaturgischen Glanzpunkt verantwortlich. Mit „Der Baum“ bietet sich den Besucher*innen auf der oberen Etage ein einmaliger Blick aus dem optisch gestalteten Wurzelwerk in die 40 Meter hoch in den Himmel des Gasometers aufsteigende abstrakte Baumkrone. Eine bisher noch nie realisierte Kunstinszenierung.
Laufzeit „Mythos Wald“ vom 20. März bis 30. Dezember 2026
Durchführung und Konzeption
Auch diese Ausstellung wurde unter Leitung von Jeanette Schmitz gemeinsam mit Thomas Wolf und Nils Sparwasser kuratiert.
Realisiert wird „Mythos Wald“ von der Gasometer Oberhausen GmbH in Zusammenarbeit mit dem Museum Koenig, Bonn und dem LWL-Museum für Naturkunde sowie freundlicher Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie. Als weitere Partner fördern der Regionalverband Ruhr, die Internationale Gartenausstellung 2027, Esri, die Energieversorgung Oberhausen (EVO) sowie der NABU die Ausstellung. Medienpartner sind WDR 5 und GEO.
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