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Gasometer-Baustellentagebuch

Noch bis zum Frühjahr 2021 bleibt der Gasometer für den Publikumsverkehr geschlossen. Das bedeutet aber nicht, dass vor Ort nichts passiert. Das Gasometer-Baustellentagebuch gibt den aktuellen Stand der Sanierungsmaßnahmen wieder und zeigt die kleinen und großen Schritte auf dem Weg zur Wiedereröffnung.

Hier geht es zum Baustellentagebuch

Zum Tode von Christo

Bestürzt und traurig reagierte das Gasometer-Team auf die Nachricht vom Tode Christos. Christo realisierte im Gasometer gleich zwei Projekte: Unvergessen 1999 „The Wall“, bestehend aus 13.000 knallbunten Ölfässern. Ein Projekt, das im Rahmen der Abschlusspräsentation der Internationalen Bauausstellung Emscherpark stattfand. 2013, vier Jahre nach dem Tod seiner Frau Jeanne-Claude, kehrte Christo mit dem „Big Air Package“ zurück. Eine begehbare weiße Hülle, die den gesamten Gasometer-Innenraum ausfüllte und in der die Grenzen des Raumes aufgelöst schienen. „Christo hat uns gelehrt mit den Dimensionen des Innenraums des Gasometers vollkommen neu umzugehen und den riesigen Luftraum mit Fantasie zu füllen. Das hat vor ihm noch kein Gestalter wirklich gewagt“, erklärt Jeanette Schmitz, die Geschäftsführerin des Gasometers. „Die internationale Bedeutung des Gasometers als Ausstellungshalle und Kunstraum haben wir Christo zu verdanken. Er hat uns künstlerisch und international geadelt. In den persönlichen Begegnungen im und um den Gasometer waren seine energiegeladenen Inspirationen für das gesamte Team eine großartige Bereicherung.“ Foto: Sven Siebenmorgen

Sanierungspause

Derzeit ist der Gasometer Oberhausen wegen dringend notwendiger Sanierungen geschlossen.
Die nächste große Ausstellung ist für Frühjahr 2021 geplant.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.

Der Gasometer in 3D

Der Blick durch eine 3D-Brille zeigt den Gasometer und die möglichen Punkte der Interaktion.
Obwohl der Gasometer gerade für den Publikumsverkehr geschlossen ist, gibt es eine Möglichkeit, sich den ehemaligen Gasspeicher und seine ursprüngliche Funktionsweise anzuschauen – und zwar virtuell. Die Schüler des Projektkurses Sozialwissenschaften des Heinrich-Heine-Gymnasiums haben im vergangenen Jahr mit Unterstützung von Zeitzeugen und des Gasometer-Teams eine virtuelle 360-Grad-3D-Begehung des Gasometers erstellt. Diese kann unter hhg-ob.org/gasometer aufgerufen werden. Auf einem Smartphone und in Kombination mit einer VR-Brille, lassen sich die Szenen zudem als 3D-Simulation darstellen.

25 Jahre Ausstellungshalle, 16 außergewöhnliche Ausstellungen – ein dreiminütiger Rückblick

Der Gasometer Oberhausen blickt auf 25 bewegte Jahre als Europas höchste Ausstellungshalle mit 16 Ausstellungen und über acht Millionen Besuchern zurück. Bereits mit der Eröffnung der ersten Ausstellung „Feuer und Flamme“ am 22. Juli 1994 machte sich der gigantische Gasspeicher als „Kathedrale der Industriekultur“ einen Namen. Von dem einmaligen Raumerlebnis ließen sich viele international renommierte Künstler inspirieren, darunter auch Christo, der den Gasometer gleich zweimal für seine Installationen „The Wall“ (1999) und „Big Air Package“ (2013) nutzte. Als echte Zuschauermagnete entwickelten sich die Ausstellungen „Sternstunden“ (2009/10), „Wunder der Natur“ (2016/17) und „Der Berg ruft“ (2018/19). Einen vollständigen Überblick über alle 16 Ausstellungen der vergangenen 25 Jahre gibt das folgende Video.