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Karsten Schwanke

Foto Gasometer Oberhausen GmbH

Wälder sind wichtig!

Und das auch aus der Sicht eines Meteorologen wie Karsten Schwanke. Wofür wir unsere Wälder so dringend brauchen, erläuterte der am Dienstagabend im ausverkauften Gasometer. Direkt unter der Lichtkunstinstallation „Der Baum“ machte Schwanke die ökologischen Wechselwirkungen zwischen Wald, Wetter und Klimawandel greifbar.

Wälder sind weit mehr als nur grüne Lungen der Erde: Sie beeinflussen das Wetter, regulieren den Wasserkreislauf und spielen eine zentrale Rolle im globalen Klimasystem. Gleichzeitig sind sie selbst stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Diesem spannenden Themenfeld widmete sich der Vortrag „Unser Wald – zwischen Wetter und Klimawandel“ von Karsten Schwanke am 21. Juli im Gasometer Oberhausen.

In seinem Vortrag beleuchtete Schwanke die komplexen Wechselwirkungen zwischen Wald und Wetter. Er zeigt auf, wie Wälder Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wind beeinflussen, Wolkenbildung fördern und Wasser speichern. Gleichzeitig geht er der Frage nach, wie sich der Klimawandel auf Wälder in Deutschland und weltweit auswirkt und welche Konsequenzen sich daraus ergeben.

Karsten Schwanke ist einem breiten Publikum als Moderator der Wettervorhersage in der ARD bekannt. Als erfahrener Wissenschaftsvermittler versteht er es, komplexe Zusammenhänge anschaulich und verständlich zu erklären.

Hier geht es zum Video des Vortrags

Foto Gasometer Oberhausen GmbH

Wir haben dem Wetterexperten fünf Fragen zum Themenkomplex Wald und Wetter gestellt:

• Welche Rolle spielen Wälder konkret für unser Wetter — zum Beispiel bei Temperatur, Regen und Wolkenbildung?

Gesunde Wälder speichern 90 Prozent des Regenwassers. Sie spielen also im Wasserkreislauf, vor allem bei der Speicherung des Wassers eine große Rolle. Damit fördern sie die Wolken- und Regenbildung (aufgrund der Verdunstung). Und nicht zuletzt kühlen Wälder aufgrund der Verdunstung ihre Umgebungsluft. Sie sind also ein ganz wichtiger Baustein im lokalen Klimasystem.

• Wie stark beeinflusst der Zustand unserer Wälder bereits heute das regionale Klima in Deutschland?

In den Dürrejahren 2018-2020 kamen die Wälder an ihre Belastungsgrenze. Die starke Austrocknung der Wälder verstärkt die Erwärmung der Luft. Der eigentlich kühlende Effekt der Wälder blieb aus.

• Welche Folgen des Klimawandels beobachten wir aktuell besonders deutlich in den Wäldern bei uns?

Die höheren Temperaturen und die damit verbundene stärkere Verdunstung und Austrocknung führen zur Schädigung bzw. zum Absterben von Bäumen. Die jährlichen Waldschadensberichte legen Zeugnis davon ab. Schädlinge wie der Borkenkäfer haben es einfacher, die geschwächten Bäume anzugreifen. Umgekehrt speichern die Wälder intensiveren Starkregen weniger gut als leichten Landregen.
Der Wasserhaushalt eines Waldes wird so gestört.

• Können gesunde Wälder helfen, Extremwetter wie Hitze, Dürre oder Starkregen abzumildern?

Definitiv. Vor allem aufgrund der Kühlungsleistung aufgrund der Verdunstung.

• Was müsste aus Ihrer Sicht passieren, damit Wälder künftig besser geschützt und gleichzeitig als Klimaschützer gestärkt werden?

Nach wie vor die wichtigste Maßnahme: Treibhausgasemissionen verringern, schneller als bisher. Und dann geht es um die Anpassung der Wälder an die klimatischen Veränderungen. Da gilt: Probieren, probieren, probieren! Gerade bei der Neugestaltung von Wäldern mit neuen Baumarten. Es liegt leider keine einfache Lösung auf dem Tisch. Bei der Wasserspeicherung helfen aber auch Regenmulden, die schnell und einfach mit einem Bagger im Wald angelegt werden können, um das Regenwasser im Wald zu speichern.

Wald und Holz

Ein lebendiges Klassenzimmer

Bei herrlichem Sommerwetter gehörte der Gasometer am 13. Juli ganz exklusiv 580 Kindern der dritten und vierten Klasse. „Wald und Holz NRW“ hatte in die Ausstellung „Mythos Wald“ eingeladen und auf dem Außengelände gab es an Mitmach-Stationen ganz viel über unsere Wälder zu lernen.

Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Nach einer Begrüßung durch NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen unter der spektakulären Lichtinstallation „Der Baum“ konnten die Grundschulkinder Sommerski fahren, Wasser mit Schwämmen transportieren, Birkenscheiben sägen, mit einem sogenannten Brennpeter fantasievolle Bilder in Holzscheiben brennen oder Eicheln und Moos ertasten. Rund 40 Förster*innen, Ranger*innen sowie Waldpädagog*innen standen den Schulkindern dabei stets zur Seite und beantworteten auch wichtige Fragen wie: Welche Tiere leben eigentlich im Wald, warum schützt der Wald unser Klima und wie entsteht der Wald der Zukunft?
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH
Wald und Holz Nordrhein-Westfalen gliedert sich in 15 Regionalforstämter und das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft. Eine landesweit flächendeckende Präsenz gewährleisten die Förster*innen in den Forstbetriebsbezirken (Revieren). Aufsichtsbehörde über den Landesbetrieb ist das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH

Peter Wohlleben

Die unsichtbaren Helfer des Waldes

Wenn von Wäldern die Rede ist, denken die meisten Menschen an Bäume, Tiere oder Pilze. Peter Wohlleben lenkte am vergangenen Mittwochabend im ausverkauften Gasometer den Blick dagegen auf eine oft übersehene Lebensgemeinschaft mit zweifelhaftem Ruf: die Bakterien. Seine zentrale These lautet, dass Wälder nur deshalb funktionieren, weil Milliarden von Mikroorganismen mit den Bäumen zusammenarbeiten – und damit sogar das Klima beeinflussen.

Peter Wohlleben während seines Vortrages „Die unsichtbaren Helfer des Waldes“  am Mikro.
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH

Die Geschichte beginnt vor mehr als zwei Milliarden Jahren. Cyanobakterien entwickelten die sauerstoffbildende Fotosynthese und lösten damit die sogenannte Große Sauerstoffkatastrophe aus. Der damals entstehende Sauerstoff veränderte die Atmosphäre grundlegend und schuf die Voraussetzung für komplexes Leben. Diese Entwicklung gilt heute als wissenschaftlich gut belegt.
Wohlleben beschreibt Bakterien jedoch nicht nur als historische Wegbereiter des Lebens. Sie seien bis heute unverzichtbare Partner der Bäume. Im Boden versorgen sie Pflanzen mit Nährstoffen, schützen ihre Wurzeln vor Krankheitserregern und unterstützen sie bei Trockenstress. Tatsächlich zeigt die aktuelle Forschung, dass das Mikrobiom von Bäumen entscheidend zu ihrer Gesundheit und Widerstandskraft beiträgt. Wissenschaftler sprechen inzwischen vom Baum als „Holobionten“ – einer Lebensgemeinschaft aus Baum und seinen Mikroorganismen.

Besonders spannend war Wohllebens Darstellung des Wasserkreislaufs. Bestimmte Bakterien dienen als Kondensationskeime, an denen sich Wassertröpfchen und Eiskristalle bilden. Gemeinsam mit der Verdunstung der Wälder fördern sie die Wolkenbildung und damit den Niederschlag. Wälder wirken dadurch nicht nur als Kohlenstoffspeicher, sondern beeinflussen aktiv regionale Klimaprozesse. Auch wenn die genauen Zusammenhänge noch erforscht werden, gilt der Einfluss von Waldökosystemen auf den Wasserhaushalt inzwischen als bedeutender Baustein der Klimaforschung.

Peter Wohlleben während seines Vortrages „Die unsichtbaren Helfer des Waldes“ vor einer großen Leinwand.
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH

An einigen Stellen geht Wohlleben bewusst weiter als der wissenschaftliche Konsens. So diskutiert er, ob Bakterien über Formen von Lernen oder sogar Bewusstsein verfügen. Zwar können Mikroorganismen miteinander kommunizieren, Informationen austauschen und ihr Verhalten an Umweltbedingungen anpassen. Ob dies jedoch als Bewusstsein bezeichnet werden kann, bleibt unter Forschenden umstritten.

Die wichtigste Botschaft seines Vortrags bleibt dennoch bestehen: Wer Wälder schützen will, muss weit mehr im Blick haben als nur die Bäume. Unter jedem Schritt verbirgt sich eine kaum sichtbare Welt aus Milliarden Mikroorganismen, die Nährstoffe bereitstellt, Krankheiten bekämpft, Wasserkreisläufe stabilisiert und den Wald widerstandsfähiger gegen den Klimawandel macht. Ohne diese kleinen Helfer gäbe es den Wald, wie wir ihn kennen, vermutlich nicht.

Nach dem informativen und kurzweiligen Vortrag hatte das Publikum noch die Möglichkeit viele der im angesprochenen Themen anhand von Ausstellungsexponaten in „Mythos Wald“ aus einem weiteren Blickwinkel zu erfahren. Zudem lockte noch der abendliche Rundblick vom Dach des Gasometers über das westliche Ruhrgebiet.

Von Mikroorganismen zu globalen Zusammenhängen

Peter Wohlleben während seines Vortrages „Die unsichtbaren Helfer des Waldes“  am Mikro.
Foto Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen GmbH

Wohllebens wichtigste Botschaft lautet: Ein gesunder Wald regeneriert sich am besten ohne menschliche Eingriffe. Er schlägt deshalb vor, mindestens 20 Prozent der deutschen Wälder vollständig unter Schutz zu stellen. Diese Flächen sollten dauerhaft aus der Nutzung genommen werden und sich zu echten Naturwäldern entwickeln können. Die übrigen Wälder könnten weiterhin genutzt werden – allerdings deutlich schonender als heute.
Deutschland hat sich im Rahmen internationaler Biodiversitätsziele vorgenommen, bis 2030 insgesamt 30 Prozent seiner Landfläche unter Schutz zu stellen. Nach Angaben Wohllebens stehen derzeit jedoch lediglich rund 0,6 Prozent der Wälder unter einem strengen Schutzstatus (Stand 2023). Daraus leitet er eine klare Forderung ab: Jetzt ist die Zeit zum Handeln. Weltweit werde die Bedeutung intakter Wälder zunehmend erkannt. Selbst in Ländern, in denen man dies auf den ersten Blick kaum erwarten würde – etwa in Kamerun oder China –, würden groß angelegte Aufforstungs- und Waldschutzprogramme umgesetzt. Dabei komme es nicht nur darauf an, dass aufgeforstet werde, sondern vor allem womit. Die Auswahl standortgerechter und heimischer Baumarten sei entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Wälder.

Fichten- und Kiefernplantagen betrachtet Wohlleben als besonders anfällig für Hitze, Trockenheit und Schädlinge. Stattdessen setzt er auf artenreiche Mischwälder mit heimischen Baumarten wie Buche, Eiche, Ahorn oder Weißtanne. Solche Wälder speichern mehr Wasser, kühlen ihre Umgebung stärker und gelten insgesamt als widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels. Laut Wohlleben brauchen wir keine Bäume aus anderen klimatisch wärmeren Regionen wie Douglasie oder Kalabrische Kiefern, die heimischen Baumarten haben das Potential den Wandel zu schaffen.

Für Wohlleben ist der Waldboden das eigentliche Herz des Waldes. Schwere Forstmaschinen verdichten den Boden, zerstören Pilznetzwerke und schädigen Mikroorganismen, die für das Funktionieren des Ökosystems unverzichtbar sind. Deshalb plädiert er für bodenschonende Bewirtschaftungsmethoden und deutlich weniger Eingriffe.

Damit schließt sich der Kreis zu seiner zentralen These, mit der der Vortrag beginnt: Ein gesunder Wald ist ein funktionierendes Ökosystem – und ein solches Ökosystem besitzt die Fähigkeit, sich weitgehend selbst zu regenerieren.

Entspannte Extraschicht am Gasometer

Der Gasometer Oberhausen war am vergangenen Samstag ein Spielort der diesjährigen ExtraSchicht und durfte zahlreiche Besucherinnen und Besucher begrüßen. Bei sommerlicher Atmosphäre herrschte den ganzen Abend über eine entspannte und gelassene Stimmung. Besonders gefragt waren die kostenfreien Führungen durch die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“, die auf großes Interesse stießen und viele spannende Einblicke rund um das vielschichtige Thema boten. Auch kulinarisch war bestens für das Wohl der Gäste gesorgt: Leckere Speisen von der traditionellen Currywurst bis hin zum französischen Crêpes sowie ein Eiswagen und eine Cocktailbar sorgten für die passende Erfrischung. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band Mottek, die mit ihrer Live-Musik zur besonderen Atmosphäre des Abends beitrug und die ExtraSchicht im Gasometer zu einem rundum gelungenen Erlebnis machte. Die Galerie zeigt einige Impressionen des Abends.

Fotos: Dirk Böttger, Gasometer Oberhausen

Rund 2.000 Schülerinnen und Schüler bei den Lesungen im Gasometer

Mit den Lesungen für die 6. Klassen ging heute die diesjährige Veranstaltungsreihe der Schülerlesungen im Gasometer Oberhausen rund um die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“ zu Ende. Zum Abschluss nahm Schauspieler und Sprechkünstler Rainer Rudloff die Schülerinnen und Schüler mit auf eine spannende Reise durch den Abenteuerklassiker „Allein in der Wildnis“ von Gary Paulsen.

Insgesamt besuchten rund 2.000 Schülerinnen und Schüler die sechs Lesungen – jeweils zwei für die Jahrgangsstufen 4, 5 und 6. Die jüngsten Gäste erlebten mit „Akasia Wood“ von Elliott Pine eine magische Geschichte über den Wald. Die 5. Klassen tauchten mit „Der Hobbit“ von J. R. R. Tolkien in fantastische Welten voller Hobbits, Zwerge und Zauberer ein.

Auch im kommenden Jahr werden die beliebten Schülerlesungen fortgesetzt. Interessierte Lehrkräfte können sich bereits jetzt für den Newsletter „Schule vor Ort“ registrieren und werden frühzeitig über neue Termine und Angebote informiert.

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Magische Lesung unter dem Baum aus Licht

Am heutigen Montag (15.06.2036) wurde es im Gasometer Oberhausen gleich zweimal besonders lebendig: Um 8:30 Uhr und um 11:30 Uhr waren Schulklassen der Jahrgangsstufe 4 zu einer Lesung aus dem Buch „Akasia Wood“ von Elliott Pine eingeladen. Unter der beeindruckenden magischen Baum-Installation der aktuellen Gasometer-Ausstellung „Mythos Wald“ nahm Schauspieler und Sprechkünstler Rainer Rudloff die Kinder mit in die Welt der zwölfjährigen Akasia.
Akasia ist zunächst alles andere als begeistert, als ihre Eltern mit ihr in die Provinz ziehen. Doch im riesigen Park neben ihrem neuen Zuhause entdeckt sie eine besondere Gabe: In den Baumwipfeln bewegt sie sich so schnell und geschickt wie ein Grauhörnchen – ihre Tierfreundin. Bald erfährt sie, dass es noch andere wie sie gibt. Um Wächterin des Waldes zu werden und den Wald zu retten, muss Akasia sich einer magischen Prüfung stellen.
Mit seiner lebendigen Darstellung brachte Rainer Rudloff die Geschichte eindrucksvoll zum Klingen. Die rund 45-minütigen Lesungen sorgten für Spannung und Staunen bei den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern. Denn Rainer Rudloff liest nicht nur vor, er erweckt die Charaktere in Akasias Welt zum Leben. Dabei sitzt der Schauspieler nicht still, sondern geht ins Publikum, klettert auf Podeste und versteckt sich auch schon mal. Und das alles unter der gewaltigen 35 Meter hohen Skulptur „Der Baum“, die im Anschluss an die Lesung ebenfalls für Staunen sorgte. Die verschiedenen illuminierten Szenen im Lebenszyklus des Baumes wurden von den Schülerinnen und Schülern mit Applaus bedacht, bevor es anschließend auf eine spannende Forscherrallye durch die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“ ging.
Für die kommenden beiden Lesungen „Der Hobbit“ (J. R. R. Tolkien) für 5. Klassen am 22.06.2026 und „Allein in der Wildnis“ (Gary Paulsen) für 6. Klassen am 29.06.2026 können sich noch interessierte Schulklassen über diesen Link anmelden.

Zu den Terminen der Schülerlesungen

Städtetag NRW im Gasometer

Der diesjährige Städtetag NRW gastierte auf Einladung der Stadt Oberhausen am gestrigen Abend im Gasometer. Über 550 geladene Gäste, darunter Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, wurden von Oberhausens Oberbürgermeister Thorsten Berg und dem Vorsitzenden des NRW-Städtetags, Marc Herter, Oberbürgermeister von Hamm, begrüßt.
Anschließend gab die Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz eine kurze Einführung in die Geschichte des „Giganten am Kanal“ und Einblicke in die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“. Als Höhepunkt wurde das spektakuläre Ausstellungshighlight „Der Baum“ illuminiert.
Im Anschluss konnten die Delegierten des Städtetages mit oder ohne Führung durch die Ausstellung flanieren und netzwerken.

100.000 Besucher feiern die aktuelle Ausstellung im Gasometer Oberhausen

Großer Erfolg für den Gasometer Oberhausen: Die aktuelle Ausstellung „Mythos Wald“ hat die Marke von 100.000 Besucherinnen und Besuchern geknackt. Seit der Eröffnung Ende März zieht die multimediale Ausstellung Menschen aus der ganzen Region und darüber hinaus an – und die Begeisterung ist deutlich spürbar.

„Mythos Wald“ bietet spannende Einblicke, überraschende Perspektiven und lädt zum Staunen ein. Insbesondere die magische Lichtinstallation „Der Baum“ im 100 Meter hohen Luftraum des Gasometers zieht viele Besucher in ihren Bann.
Viele Gäste zeigen sich zudem von den großformatigen, vielfach international ausgezeichneten Fotografien und den wertvollen Exponaten des leihgebenden König-Museums, des LWL-Naturkundemuseums Münster sowie des Ruhrmuseums tief beeindruckt. Neben den vielschichtigen optischen Eindrücken bietet der Akustikraum eine ganz besondere Klangreise um die Welt. Die Zuhörer reisen mit dem Sonnenaufgang einmal rund um den Globus und werden „Ohrenzeugen“ der magischen Momente, wenn die Sonne die Wälder aufweckt.
Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten das Thema Wald zu erkunden: Der Audioguide, gesprochen von Dirk Steffens, das interaktive Exponat „Der lebendige Wald“ von esri und die Hörsäulen mit informativen Podcasts von GEO sind nur einige weitere Beispiele. Vor dem Gasometer wartet noch der „Wald der Zukunft“ der Internationalen Gartenausstellung IGA oder der Waldraum des RVR mit seinen naturnahen Angeboten auf die Besucher*innen. „Mythos Wald“ ist für alle Altersgruppen geeignet – egal ob Familien, Schulklassen oder Einzelbesucher.
Auch das Team des Gasometers freut sich über den großen Zuspruch. „Die 100.000er-Marke ist für uns ein toller Meilenstein“, heißt es von Jeanette Schmitz, Kuratorin und Geschäftsführerin des Gasometers. „Es zeigt, dass unser Aussstellungskonzept ankommt und die Menschen bewegt.“ Wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat, kann dies in den kommenden Maiwochen auch an den Feiertagen nachholen
Der Gasometer ist an allen Feiertagen im Mai geöffnet. Dazu zählen der Tag der Arbeit am 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstsonntag und Pfingstmontag. Perfekt also für einen Ausflug mit Familie oder Freunden.

Oberhausen ist aktuell der Treffpunkt der internationalen Tourismusbranche

Zahlreiche Tourismus-Experten aus mehr als 40 Ländern besuchen derzeit Oberhausen im Rahmen einer Fachtagung – dem „Germany Travel Mart“ (GTM). Gemeinsam mit der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) richtet die Oberhausener Wirtschafts- und Tourismusförderung (#OWT) den Marktplatz („Mart“) für Touristiker aus. Als Teil des Programms besuchten Touristiker und Fachjournalisten den Gasometer. Dort erkundeten die Reiseprofis mit den fachkundigen Gasometer-Gästeführerinnen und Gästeführern den „Mythos Wald“ mit seinem atemberaubenden Highlight „Der Baum“. Auch vom Blick vom Gasometerdach über das westliche Ruhrgebiet zeigten sich die internationalen Fachleute tief beeindruckt.

Fotos: Mari Zagoeva, Gasometer Oberhausen GmbH

Gasometer Oberhausen und RVR Ruhr Grün starten mit waldpädagogischem Angebot

Der vom RVR errichtete Pavillon „WaldRaum“ auf dem Außengelände des Gasometers

Der Eigenbetrieb Ruhr Grün des Regionalverbandes Ruhr (RVR) bietet im Begleitprogramm der Ausstellung "Mythos Wald" zwei waldpädagogische Lernangebote für Schulklassen und Kindergruppen an. Die Kurse finden mehrmals pro Woche im eigens am Gasometer errichteten RVR-Pavillon „WaldRaum“ und im Freien statt.
Schüler/innen bis Jahrgangsstufe sechs können „Auf den Spuren von Wanja Wildschwein“ wandeln. Spielerisch lernen die Mini-Rangerinnen und -Ranger die Tiere und ihren Lebensraum kennen. Bewegung, Beobachtung und Ausprobieren stehen im Mittelpunkt des rund 45-minütigen Programms.
Das Angebot „WaldRaum“: Lebensraum verstehen, Zukunft gestalten" richtet sich an Schülerinnen und Schüler von der sechsten Klasse bis zum Berufskolleg. Es vermittelt praxisnah die vielfältigen Funktionen des Waldes als Klimaschützer, Lebensraum und Wirtschaftsfaktor. Themen wie Biodiversität, Ökosystemleistungen und nachhaltige Holznutzung werden altersgerecht aufbereitet.
Der Pavillon steht darüber hinaus allen Interessierten offen, die den Wald im Ruhrgebiet mit seinen zahlreichen Funktionen als Naturraum und Erholungsort kennenlernen wollen. Dort gibt es auch viele Ausflugs- und Freizeittipps sowie Einblicke in die Berufswelt bei RVR Ruhr Grün.

Infos und Terminbuchung

Planet Ozean geht, Mythos Wald kommt - unser Tagebuch

„Mythos Wald“ - Neue Ausstellung im Oberhausener Gasometer

Dem Heulen der Wölfe folgen, einem Braunbären auf die Pelle rücken oder in den Wurzeln eines Riesenbaumes verweilen: Ab dem 20. März 2026 lässt die neue Ausstellung „Mythos Wald“ die faszinierende Vielfalt unserer bewaldeten Landschaften und ihrer rätselhaften Bewohner*innen im Gasometer lebendig werden.

Wald im Wandel

„Mythos Wald“ ermöglicht einen intensiven Blick auf die Wälder unserer Erde – emotional, überraschend, mitreißend, erläuternd und stets wissenschaftlich fundiert. In unterschiedlichen Ausstellungskapiteln zeigt der Gasometer Waldgebiete von Brasilien über den Kongo bis nach Europa und widmet sich dabei der einzigartigen Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch den indigenen Völkern, deren Habitat im Wald immer kleiner wird. Denn natürlich dokumentiert die Schau auch die dramatischen Folgen der Vernichtung des überlebenswichtigen Ökosystems durch Brandrodung und Landwirtschaft, etwa mit der wissenschaftsbasierten Vermittlung durch Esri (Environmental Systems Research Institute).

Foto Solvin Zankl
„Auch mit unserer neuen Ausstellung wollen wir ein Bewusstsein für den Zustand unseres Heimatplaneten schaffen, komplexe Themen greifbar machen und zur gesellschaftlichen Debatte anregen“, sagt Jeanette Schmitz, Kuratorin von „Mythos Wald“ und Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH.

Tief im Wald

Anhand von preisgekrönten Bildern, Filmsequenzen und Original-Exponaten bietet „Mythos Wald“ neben dem aufklärerischen Ansatz gleich mehrere spektakuläre Höhepunkte, so etwa die eigens für den Gasometer entwickelte Klang- und Lichtinstallation „Global Sunrise“ von Oceans21. Die sinnliche Reise durch die morgendlich erwachenden Wälder auf fünf Kontinenten inszeniert der weltbekannte Spezialist für Naturklangaufnahmen Chris Watson gemeinsam mit Soundartist Tony Myatt sowie die visuellen Künstler*innen Theresa Baumgartner, Verena Bachl und Karsten Schuhl.

Der Baum

Ars Electronica Solutions: left

Als Pionier der Medienkunst zeichnet Ars Electronica Solutions aus Österreich auch bei der neuen Ausstellung wieder für den dramaturgischen Glanzpunkt verantwortlich. Mit „Der Baum“ bietet sich den Besucher*innen auf der oberen Etage ein einmaliger Blick aus dem optisch gestalteten Wurzelwerk in die 40 Meter hoch in den Himmel des Gasometers aufsteigende abstrakte Baumkrone. Eine bisher noch nie realisierte Kunstinszenierung.

Laufzeit „Mythos Wald“ vom 20. März bis 30. Dezember 2026

Durchführung und Konzeption

Auch diese Ausstellung wurde unter Leitung von Jeanette Schmitz gemeinsam mit Thomas Wolf und Nils Sparwasser kuratiert.

Realisiert wird „Mythos Wald“ von der Gasometer Oberhausen GmbH in Zusammenarbeit mit dem Museum Koenig, Bonn und dem LWL-Museum für Naturkunde sowie freundlicher Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie. Als weitere Partner fördern der Regionalverband Ruhr, die Internationale Gartenausstellung 2027, Esri, die Energieversorgung Oberhausen (EVO) sowie der NABU die Ausstellung. Medienpartner sind WDR 5 und GEO.

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