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Ausstellungen

Der Traum vom Sehen

1997

Die Fernsehausstellung im Gasometer Oberhausen

„Die Ausstellung ist anregender und unterhaltsamer als das Samstagabendprogramm aller Sender zusammen“. Ein schöneres Kompliment konnte die Frankfurter Allgemeine Zeitung der Ausstellung „Der Traum vom Sehen“ 1997 kaum machen. Doch nicht nur Kritiker waren begeistert, auch die Quote stimmte: Insgesamt mehr als 540.000 Besucher kamen in den Gasometer zum „Fernseh-Gucken“, machten sich selbst ein Bild von der Television und den Gasometer zur riesigen „Flimmerkiste“. Das mit großem Abstand meistgenutzte Medium war reif für seine erste große kulturhistorische Ausstellung.

„Das Fernsehen hat aus dem Kreis der Familie einen Halbkreis gemacht“, sagte Robert Lemke. Hier äußerte sich jemand kritisch über ein Medium, dem er als Moderator selbst viel zu verdanken hatte. Eine kritische Liebhaberei, eine begeisterte wie nüchterne Betrachtung des Fernsehens war auch „Der Traum vom Sehen“. Angefangen bei den ersten Teleskop-Blicken Galileo Galileis zum Mond, über medientheoretische Ansätze von Marshall McLuhan („Das Medium ist die Botschaft“) bis hin zu ganz konkreten Exponaten aus der Geschichte des Fernsehens. „Der Traum vom Sehen“ machte ein unfassbares Medium begreifbar.

Auf rund 4700 m² lud „Der Traum vom Sehen“ auch zu einer Zeitreise ein. Ein Wiedersehen mit Dagmar Berghoff, Werner Höfer und Wim Thoelke, Begegnungen mit Lassie, Flipper und Fury. Das „Schweinerl“ von Robert-Lemke, die Torwand aus dem „Aktuellen Sportstudio“. Hunderte Original Requisiten wurden in Hochregalen präsentiert, kunstvolle Inszenierungen reflektierten über unser Leitmedium. Ganz so, als würde der Gasometer vom Fernsehen träumen.

Der "Traum vom Sehen" entstand auf Initiative von Lutz Engelke und wurde Gründungsprojekt von TRIAD Berlin